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Shiffrin, Goggia, Kilde, Braathen: Die Besten im Weltcup

Es war eine fantastische Saison für das Rennteam von Atomic – eine Saison, die damit begann, dass 7 von 8 Rennen abgesagt wurden und damit endete, dass das Redster-Team 6 von 10 Kristallkugeln gewann. Werfen wir einen genaueren Blick in die Kristallkugeln.

3+1+1+1=6 Kristallkugeln für das Redster-Team

Mit 31 Siegen ist Atomic die erfolgreichste Marke im Weltcup 2022/23. 14 davon gehen auf das Konto der frisch gekrönten erfolgreichsten Skifahrerin aller Zeiten, Mikaela Shiffrin. Die große Kugel ist der verdiente Lohn für eine herausragende Saison, die sie schlussendlich mit einem neuen persönlichen Punkterekord von 2206 Punkten abschloss.

Nicht weniger beeindruckend ist ihre Bilanz in ihren Kerndisziplinen: In 11 Slaloms stand sie unglaubliche 10-mal auf dem Podest, davon 6-mal als Siegerin. Im Riesentorlauf gewann sie überhaupt 7 Mal. Beide kleinen Kristallkugeln sicherte sie sich bereits vorzeitig.

Unvergessen bleibt ihr Dreifachtriumph mit drei Siegen in drei Tagen im Dezember am Semmering.

18 Speedrennen – 13 Podestplätze: Das ist die Bilanz der Saison von Aleksander Aamodt Kilde, der zum zweiten Mal in Serie die Abfahrtskugel mit nach Hause nahm. Einer seiner beeindruckendsten Triumphe war sicherlich Kitzbühel, wo er sich im Training die Hand brach, nur dank seiner unglaublichen körperlichen Verfassung einen schlimmen Sturz im ersten Rennen vermeiden konnte und schließlich die zweite Abfahrt für sich entschied.

Gebrochene Hand? Davon kann Sofia Goggia ein Lied singen. Es war im Dezember in St. Moritz, als sie erneut ihr Kämpferherz unter Beweis stellte, indem sie sich ihren Mittelhandknochen brach, am Abend operiert wurde und  am Tag darauf das Rennen in beeindruckender Manier gewann. Damit legte sie die Grundlage für ihre vierte Abfahrtskugel, die dritte in Folge. Daumen hoch, Sofia!

Während all diese Kugeln bereist vor dem Finale fixiert waren, sorgte der Slalom der Herren am allerletzten Tag für einen echten Krimi – mit Happy End für das Redster-Team. Lucas Braathen, der die Disziplinenwertung vor dem entscheidenden Rennen anführte, bewies Nerven aus Stahl und sorgte mit der ersten Kristallkugel seiner jungen Karriere für den perfekten Saisonabschluss.

Insgesamt 11 verschiedene Athleten standen in der abgelaufenen Saison zumindest einmal auf dem Podest.

Weitere Redster-Athleten, die sich in dieser Saison einen Namen gemacht haben:

  • Marco Schwarz: ein altbekannter Name, der im Jänner beim allerersten Nacht-Riesentorlauf in Schladming endlich auf das Weltcup-Podium zurückkehrte und  in Palisades Tahoe seinen ersten Riesentorlauf-Sieg feierte, gefolgt von seinem ersten Speed-Podium im Super G von Soldeu.
  • Andreas Sander: Unser Vize-Weltmeister von 2021 fuhr im Super G von Aspen zum ersten Mal in seiner Karriere auf das Weltcup-Podest. Nun scheint der Knoten geplatzt zu sein: In der letzten Abfahrt der Saison in Soldeu legte er mit Platz 2 gleich nach.
  • Florian Schieder: Der wahrscheinlich sensationellste Podestplatz der Saison kam vom Südtiroler, als er die legendäre Hahnenkamm-Abfahrt auf Platz zwei beendete – ohne zuvor jemals in die Top 10 im Weltcup gefahren zu sein und nach einer verheerenden Knieverletzung.
“MEHR ALS DIE HÄLFTE DER PODESTPLÄTZE WAREN SIEGE – DAS IST SCHON SEHR BEEINDRUCKEND!“
Christian Höflehner, Atomic Race Manager