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Tipps von Anna Seebacher zur Skimarathon Vorbereitung

Für Anna Seebacher, Ex Langlauf Athletin des ÖSV, beginnt in wenigen Wochen die Skimarathon Saison. Im Interview gibt sie uns Einblicke in ihr Training und teilt mit uns wichtige Tipps für die richtige Vorbereitung.

Im Skilanglauf gibt es neben den Profi Rennserien auch Skimarathon-Rennen die für viele ambitionierte Langläufer ein Highlight der Wintersaison darstellen. Von Profi bis Anfänger, an einem Skimarathon kann bei den meisten Bewerben ein jeder teilnehmen. Nicht nur die gute Stimmung ist wichtig, für einige spielt auch der Ehrgeiz und das Messen mit anderen Skilangläufern eine große Rolle. Im Interview verrät Anna Seebacher was der Reiz an einem Skimarathon ist und welche Tipps sie hat:

ALS EHEMALIGE WELTCUP ATHLETIN IM ÖSV NIMMST DU JETZT AN EINIGEN SKIMARATHON-RENNEN TEIL. WAS IST FÜR DICH DER ANREIZ AN DIESEN WETTKÄMPFEN TEILZUNEHMEN? 

Obwohl ich bereits 2018 meine Profikarriere beendet habe, habe ich die Liebe zum Langlaufsport nie verloren. Das Langlauftraining ist fixer Bestandteil meines Lebens. Für mich war es immer klar, dass ich weiterhin an Rennen teilnehmen will, weil es mir immer noch enorm viel Spaß macht. Der Vergleich im Rennen reizt mich nach wie vor. Das Besondere an den Skimarathons ist, dass der Wert auf andere Aspekte gelegt wird. Es ist schön auf einer großen Runde gemeinsam mit 100 anderen Skilangläufern zu laufen. Am meisten genieße ich aber das familiäre Umfeld und die gemeinsame Zeit mit meinen Teamkollegen vom Adidas XCS Team.

HAT SICH DEIN TRAINING IM VERGLEICH ZU DEINER AKTIVEN KARRIERE STARK VERÄNDERT?

Ja und Nein. Die Trainingsinhalte habe sich insofern geändert, dass ich längere Einheiten trainiere. Andererseits sind die Trainingsmittel die gleichen geblieben. Ich trainiere immer noch auf Skiroller, drehe meine Runden am Rad und verbringe viel Zeit am Berg.

 

WIE GESTALTEST DU DEINEN JAHRES-TRAININGSPLAN HINSICHTLICH DEN SKIMARATHON-RENNEN?

Da ich im Sommer mehr Rennen bestreite als davor, hat sich der Trainingsaufbau wesentlich geändert. Im August ist meine Rad-und Laufsaison beendet und ich lege den Fokus auf den Winter. Ich bestreite sehr gerne längere Radrennen, welche perfekt in das intensive Grundlagentraining im Sommer passen. Im Herbst beginne ich mit kürzeren und härteren Trainingseinheiten die ich vermehrt am Skiroller absolviere.

Ich versuche meine Schlüsseleinheiten (2x Intervalle, 2x Kraft, 2x Schnelligkeit) in einer Woche einzuplanen. Je nach Arbeitsumfang fülle ich den Rest mit Ausdauereinheiten bis zu 3 Stunden.

Welche Trainingsmittel nutzt du im Sommer und was sind die wichtigsten Trainingseinheiten für dich?

Mein Haupttrainingsmittel im Sommer ist das Rennrad. Mein Wochendurchschnitt am Rad beträgt 10 Stunden. Den Rest verbringe ich mit Lauf,- Skiroller- und Krafteinheiten.

Die wichtigsten Trainingseinheiten für mich sind Intervalle. Idealerweise mache ich diese Einheit bei einem Geländelauf mit Stöcken. Eines meiner Standardprogramme ist 10x3min intensiver Stocklauf.

Die meisten Hobbysportler investieren viel Zeit in ihr Training ohne die Effizienz zu hinterfragen.
Anna Seebacher

Hast du einen Tipp für Hobby- Langläufer und Langläuferinnen, die an Volkslangläufen teilnehmen wollen und sich darauf vorbereiten wollen?

Ich glaube der größte Fehler im Hobbybereich ist die monotone Trainingsintensität. Die meisten Hobbysportler investieren viel Zeit in ihr Training ohne die Effizienz zu hinterfragen. Aus meiner Erfahrung ist es wichtig die ruhigen Einheiten sehr locker (Pulsbereich: ca.110-130) zu absolvieren, um die wichtigen Einheiten (Intervalle, Pulsbereich: ca.170-190) qualitativ und hoch intensiv durchführen zu können. Der Spruch Qualität vor Quantität ist auch im Training zutreffend.

 

Welchen Tipp hast du für Volkslangläufer während ihrem Rennen?

Die Einteilung bei einem Skimarathon ist das A & O. Das Rennen wird nicht auf den ersten 100m entschieden. Ist eine Gruppe gefunden, bietet es sich an sich an der Tempogestaltung zu beteiligen. Es sei denn man befindet sich in der Spitzengruppe und ist sich über seine Sprintfähigkeiten bewusst.

Um in einer Gruppe mitzulaufen, erfordert es auch die Bereitschaft zeitweise in den roten Bereich zu gehen. Oft sind es nur temporäre Tempoverschärfungen und wenige Minuten später hat sich das Tempo wieder normalisiert.