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Skisport Alpin Erfolgsfaktor Innovation: Der Startup-Spirit der Superstars
Skisport Alpin Erfolgsfaktor Innovation: Der Startup-Spirit der Superstars
Wie viel Egomanie braucht Erfolg im Skirennsport? Weltmarktführer Atomic hat das alte Schnee-Klischee heroischer Einzelkämpfer mit einer starken Wir-Kultur trotz sportlicher Konkurrenz ins Gegenteil verkehrt. Dort eint die neue Generation an Ski-Superstars Freundschaft bis hin zu Liebe – und ein Startup-Spirit, der Skifahrer auf der ganzen Welt besser macht.
So aus tiefstem Herzen gestrahlt hat die Ikone des internationalen Skirennsports lange nicht mehr. Soeben hat die Amerikanerin Mikaela Shiffrin beim Weltcup-Auftakt in Sölden ihr 70. Weltcuprennen, das erste dieses Winters, gewonnen. Sie ist noch außer Atem von den Strapazen der 48 Tore im zweiten Lauf. Hier, hoch heroben auf dem Rettenbachferner, ist die Luft nicht nur an der Weltspitze dünn. Der Start befindet sich auf 3.040 Metern Seehöhe und das Ziel auf 2.670. Dazwischen liegt diese Faszination von Sekundenbruchteilen, die im Skirennsport eine Welt bedeuten. Im ersten Durchgang war Shiffrin heute noch zwei Hundertstelsekunden hinter der Schweizerin Lara Gut-Behrami gelegen, am Ende ist sie nur 14 Hundertstel vor ihr. Doch der Sieg ist an diesem Tag nicht der einzige Grund für Mikaela Shiffrins Strahlen. Den tragischen Verlust ihres Vaters Jeff vor eineinhalb Jahren und die schwierige Zeit danach scheint sie überwunden zu haben, bestimmt auch danke ihrer neuen Liebe: Aleksander Aamodt Kilde, Weltcupsieger 2019/2021 und wie sie Atomic-Athlet mit Superstar-Status, ist der neue Mann an Mikaelas Seite.
STARTUP-SPIRIT: „REDSTER G9 REVOSHOCK S“ IST DER CODE EINER NEUEN ÄRA
Doch da ist noch etwas, das diesen Tag zu einem besonderen, zu einem historischen Erfolg macht. Bei der obligatorischen Siegeszeremonie sticht ein Menschencluster mit signalroten Anoraks aus der jubelnden Masse heraus – sie sind hörbar die Glücklichsten am Gletscher. Kaum sind Siegerehrung und Interviewmarathon für Shiffrin absolviert, nimmt ihr einer der Männer in Rot das Paar Ski ab, das die ganze Zeit über mit ihr im Bild war: Christian Höflehner, der Global Race Manager von Atomic. An den Skiern, die wie Höflehners Anorak im unverkennbaren Redster-Rot der Marke leuchten, fallen sechs silberne Rechtecke auf. Die Glückseligkeit der Atomic-Offiziellen hat mit diesen Affichierungen an der Skioberfläche zu tun: Der 70. Weltcupsieg von Mikaela Shiffrin ist gleichzeitig der erste offizielle auf einem Modell der neuesten Ski-Generation „Redster G9 Revoshock S“ – und markiert damit den Beginn einer neuen Ära im Skisport.
Erstmals steht die neue Technologie auf dem Siegespodest und gleichzeitig im Handel: Die Rechtecke am neuen Redster G9 Revoshock S sind auf Elastomeren gelagerte Federstahl-Inlays. Sie wirken bei unruhigen Pistenverhältnissen wie ein intelligentes Dämpfungssystem und gleichzeitig als Booster für die Beschleunigung bei jedem Schwung. Was nach Quadratur des Kreises im Skibau klingt, setzt in der Tat einen neuen Standard in Performance. Im vergangenen Winter haben die Superstars im Atomic-Team die revolutionäre Ski-Technologie in streng geheimer Mission zur Serienreife perfektioniert. Und kaum ist der „Redster G9 Revoshock S“ offiziell vorgestellt, schon der erste Sieg. Auch der Norweger Lucas Braathen brillierte damit in Sölden. Im Comeback-Rennen nach seiner Knieverletzung Schnellster des zweiten Durchgangs zu sein, belegt, was er selbst über die Revoshock-Technologie sagt: „Das Beste bei Stabilität und Dämpfung, das ich je unter meinen Füßen hatte.“ Andere Top-Stars aus dem Redster-Team, wie Filip Zubcic, Marco Schwarz, Manuel Feller oder Sofia Goggia berichten Ähnliches. Sie sprechen in der Wir-Form über das neue Wunder der Technik, als würden sie für ein Tech-Startup arbeiten, dem mit der Revoshock-Erfindung gerade ein großer Durchbruch gelungen ist.
In unserer Revoshock-Technologie stecken Jahre, viel Herzblut und eine Millioneninvestition. Und sie ist tatsächlich die Errungenschaft des kompletten Teams: Entwicklungsabteilung, Skikonstrukteure, Service-Crews, Athletinnen, Athleten. Als Mikaela heute über die Ziellinie gefahren ist, ist eine „Yesss!“-Welle durch die weltweite Atomic-Organisation gegangen.
Race Manager Christian Höflehner
„WIE WENN AUF EINER RAUMFAHRTSBASIS EIN RAKETENSTART GELINGT…“
„So ist es ja auch: Bei uns herrscht ein permanenter Startup-Spirit“, sagt Race Manager Christian Höflehner. „In unserer Revoshock-Technologie stecken Jahre, viel Herzblut und eine Millioneninvestition. Und sie ist tatsächlich die Errungenschaft des kompletten Teams: Entwicklungsabteilung, Skikonstrukteure, Service-Crews, Athletinnen, Athleten. Als Mikaela heute über die Ziellinie gefahren ist, ist eine „Yesss!“-Welle durch die weltweite Atomic-Organisation gegangen. Wie wenn nach endlosen Berechnungen und Tests einer Raumfahrtsbasis der Raketenstart gelingt. Du weißt: all der Einsatz, die Diskussionen und die Rückschläge – es hat sich ausgezahlt. Da geht es um viel mehr als um 100 Weltcuppunkte. Atomic-Innovationen haben immer das Ziel, den Skisport und die Skifahrer in unserer Community insgesamt nach vorne zu bringen.“ Höflehner bestätigt damit, was Insider der Weltcup-Szene seit längerem beobachten: Das Atomic-Team ist auch deshalb so stark, weil nicht Konkurrenzdenken der größte Leistungsmotivator ist, sondern eine starke gemeinsame Mission: Was Atomic-Athleten zu besseren Skifahrern macht, macht alle Skifahrer besser.
Dieses Community-Denken im Dienste des Fortschritts ist eine neue Qualität im als Ego-Sportart verschrienen Skirennlauf. Es schafft ein Miteinander und Füreinander unter Atomic-Alphas – das Gegeneinander beschränkt sich lediglich auf Zeit und Raum zwischen Start und Ziel. Außerhalb dieser Zone einen die Athletinnen und Athleten Teamgeist und Freundschaft, bis hin zu Liebe. Die Wir-Kultur ist Höflehners Policy. Denn als er vor mehr als 20 Jahren als Trainer in den Weltcup kam – damals, als Atomic-Helden wie Hermann Maier, Stefan Eberharter, Benni Raich und viele andere in der Ära der „Roten Rennmaschine“ den Sport dominierten wie kein Rennteam je zuvor – war das Spannungsfeld zwischen Kollegialität und Konkurrenz noch ein anderes, heikleres. Die neue Generation an Ski-Superstars lebt diesbezüglich einen anderen Geist.
ECHTE FREUNDSCHAFT TROTZ HARTER KONKURRENZ – BIS HIN ZU LIEBE
Szenenwechsel ins Atomic-Headquarter nach Altenmarkt. Ehe der Winter Fahrt aufnimmt, sind die weltbesten zehn Atomic-Ambassadors für einen ganzen Tag, für Fotoshootings und Teambuilding, angereist. Sie genießen die gemeinsam Zeit sichtlich. Pandemiebedingt findet das Get together mit Medien nicht live, sondern als digitale Konferenz statt. Das Setting ist als Talkshow aufgebaut, die Interviews führt die ehemalige Atomic-Weltcupsiegerin Alexandra Meissnitzer mit großer Empathie. Man spürt die menschliche Nähe zwischen den großen Namen im Team und ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das echt ist. Die Atomic-Stars stellen sich den Fragen paarweise, Mikaela Shiffrin und Aleksander Aamodt Kilde als neues First Couple des Skirennsports im schönsten Sinn es Wortes. 27 Minuten lang plaudern sie über ihr neues Liebesglück, eine Beziehung im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit.
Dieselbe Begeisterung und die Erfahrungen zu teilen, bringt uns beide weiter. Wir haben jeden Tag so viele Entscheidungen zu treffen, das fällt leichter, wenn man sich austauschen kann.
Mikaela Shiffrin und Aleksander Aamodt Kilde
Erfrischend natürlich und völlig allürenfrei tun sie das, ohne gekünstelte Geheimnistuerei, ohne vorbereitete Diplomatie: „Wir haben nichts zu verbergen, ein offener Umgang auch mit privaten Fragen ist immer das Beste.“ Ihre Zweisamkeit, sagen sie, habe durchaus auch sportliche Synergien: beim Training im Gym, bei der Materialabstimmungsfragen für das neue Revoshock-Setup im Riesentorlauf, bei Fragen der Skitechnik. „Ich liebe es, Aleksander Skifahren zu sehen“, sprüht die Frau über, für die Rekorde fast Routine sind und die mit ihren 26 Jahren schon alles mehrfach gewonnen hat, was im Skirennsport zu gewinnen ist. Neben 70. Weltcuprennen zwei Olympia-Goldmedaillen, sechs WM-Titel und elf Weltcup-Kristallkugeln, die würdige Währung der Besten einer Saison. Der Lerneffekt passiere vice versa: „Dieselbe Begeisterung und die Erfahrungen zu teilen, bringt uns beide weiter. Wir haben jeden Tag so viele Entscheidungen zu treffen, das fällt leichter, wenn man sich austauschen kann“, sagt Kilde und schwärmt über die viele gemeinsame Quality-Time in der Vorbereitungsphase. Drei Mal ist er zu Mikaela nach Colorado gereist. Viel Zeit für Zweisamkeit als wichtige Ressource auch für die Wochen und Monate ab jetzt, wo sich ihr Weg in die die Weltcup-Touren für Damen und Herren gabeln wird.
WIE SICH TOP-ATHLETEN DAS RENNSTALLS GEGENSEITIG ZU HÖCHSTLEISTUNGEN PUSHEN
Auch zwischen der Italienerin Sofia Goggia und der Tschechin Ester Ledecka ist viel persönliche Wertschätzung und echte Freundschaft füreinander spürbar. Die Speed-Queen im Atomic-Team und das multitalentierte Wunder: Goggia dominiert die Disziplin Abfahrt, Ledecka ist bekanntermaßen die einzige Doppel-Olympiasiegerin der jüngeren Sportgeschichte in zwei Sportarten, im Super G und im Snowboarden. Die beiden mögen sich, obwohl sie in den schnellen Kurven harte Konkurrentinnen sind. Dasselbe gilt für die beiden Riesentorlauf-Spezialisten Lukas Braathen und Filip Zubcic. Und die Atomic-Stars Marco Schwarz und Manuel Feller sind überhaupt seit Jahren beste Buddies, die nicht nur ihr Know-how im Materialbereich, sondern auf Tour manchmal sogar noch ein Zimmer miteinander teilen. Auch – oder weil? – sie in jedem Slalom um Bestzeiten fighten. „Wir pushen uns gegenseitig und deshalb sind wir auch so weit gekommen, aber es gibt keinen Neid zwischen uns“, bekennt Schwarz glaubwürdig. Und Manu Feller erklärt, warum übertriebene Konkurrenz auch das völlig falsche Mindset wäre: „Im Tennis hast du deinen Konkurrenten permanent gegenüber. Beim Skifahren ist das anders: da haben alle denselben Hindernislauf und jeder schaut, dass er ihn so schnell wie möglich bewältigt. Er kann nichts dafür, wenn ich schneller bin, ich kann nichts dafür, wenn er schneller ist. So einfach ist das. Wir vergönnen uns die Erfolge, weil wir beide wissen, was wir für sie investieren müssen.“
Zum ersten Saison-Slalom nach Levi (Finnland) muss Manuel Feller ohne seinen Langzeit-Buddy Marco Schwarz reisen, weil der sich kürzlich im Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zugezogen hat. „Er muss aber nicht operiert werden, das ist gut und ich hoffe für ihn, dass er schnell wieder fit ist“, richtet Feller seinem Atomic-Kumpel aus. Es sei nur die halbe Challenge und ein Drittel der Gaudi, ohne ihn auf Tour. „Come back stronger“-Ermutigungen hat Marco Schwarz inzwischen von all seinen berühmten Teamkolleginnen und -kollegen bekommen. Das ist so üblich im Atomic-Team. Weil das Miteinander hier wichtiger ist als das Gegeneinander.