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Zwischen Triumphen und Tragödien

“I am out.” Mit diesen drei Worten, ausgesprochen zwei Tage vor dem Start der neuen Weltcup-Saison in Sölden, versetzte der damalige Slalom-Weltcupsieger Lucas Braathen die Skiwelt in Schockstarre. Umso bewegender war die darauffolgende Rennsaison für unser Redster-Team, die einer wahre Achterbahnfahrt an überragenden Triumphen und bitteren Momenten des Bangens glich.

Die Höhepunkte

Die Saison von Mikaela Shiffrin und Manuel Feller hätte nicht eindrucksvoller sein können mit insgesamt 11 von 20 möglichen Slalomsiegen.

„Felli“ konnte seine Weltcupsiege sogar verdreifachen und beendete jeden Slalom in den Top-5 ohne einen einzigen Ausfall. Mikaela dagegen landete in zehn Slaloms unglaubliche achtmal am Podest, und das, obwohl sie nach ihrem Sturz in Cortina nahezu eineinhalb Monate pausieren musste.

Während die US-Amerikanerin damit ihre Zahl an Kristallkugeln auf 8 (Slalomkugeln – sie stellte damit den Rekord für die meisten Kugeln in einer Disziplin ein) bzw. 16 (insgesamt, inkl. ihrer fünf großen Kugeln) schraubte, erfüllte sich für Manuel Feller mit dem Gewinn seiner allerersten Kugel einen Lebenstraum.

Die Tiefpunkte

Zweifellos die Schattenseite der Saison war die Verletztenliste, die gefühlt an jedem Wochenende länger wurde und die Unglückssträhne zwischenzeitlich endlos erschienen ließ. Auf diesem Weg schicken wir nochmals beste Genesungswünsche an Marco, Aleks, Sofia, Florian, Joana, Adrian, Sabrina, Carmen, Malorie, Laura und viele andere Redster-Athleten auf ihrem Weg zurück.

Die Zahlen

Vor diesem Hintergrund ist es umso beeindruckender, dass unser zum Teil stark dezimiertes Team trotzdem nicht weniger als 50 Podestplätze und 17 Siege in allen Disziplinen sammelte.

Wie so oft sind es die kleinen Dinge, die hinter dem großen Ganzen stecken, wie zum Beispiel…

… die Doppelsiege von Manuel Feller und Marco Schwarz in Gurgl, Mikaela Shiffrin und Sofia Goggia in St. Moritz, und Mikaela und Mina Fürst Holtmann in Saalbach;

… das Dreifachpodest bei unserem Heimrennen in Zauchensee mit Sofia Goggia auf dem 1. Platz, und Mirjam Puchner und Nicol Delago auf dem geteilten 3. Platz;

… Filip Zubcic‘ unglaubliche Konstanz im Riesentorlauf mit acht Top 10-Ergebnissen, die im 3. Platz in der Disziplinenwertung gipfelten;

… Elvedina Muzaferijas historischer 4. Platz in der Abfahrt in Crans Montana;

… Jeffrey Read und Christina Ager, die ihre ersten Podestplätze im Weltcup feierten;

… Maja  Waroschitz, die einen echten Meilenstein setzte, indem sie es als erste Athletin unseres Juniors To Champions-Programms in den Weltcup schaffte;

… die nicht weniger als 12 Rookies, die in dieser Saison ihr Weltcup-Debüt gaben.

Für die kommende Saison bleibt nur eines zu sagen: „Vamos dançar!”