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Mit dem 30-Kilometer-Massenstart der Langläuferinnen sind am Sonntag die Olympischen Winterspiele in Peking zu Ende gegangen. Die Atomic-Athleten holten insgesamt 13 Medaillen über alle Sparten hinweg und unterstreichen damit die Vielfältigkeit und Professionalität, mit der bei Atomic im Rennlauf gearbeitet wird.
ALPIN
Die Comeback-Story der Spiele lieferte Sofia Goggia: Trotz Teilriss des Kreuzbandes, einem kleinen Bruch im Wadenbein und einem gestauchten Kniegelenk, die sie sich zwei Wochen vor den Olympischen Spielen im Super G von Cortina d’Ampezzo zugezogen hatte, fuhr die Abfahrtsolympiasiegerin von 2018 die wohl mutigste Linie des gesamten Starterfeldes und schrammte nur um knappe 16 Hundertstel an Gold vorbei. Die Silbermedaille ist der verdiente Lohn für die harte Arbeit der Italienerin.
Für Atomic Global Race Manager Christian Höflehner war “Sofia echt ein Wahnsinn. Zuerst war es fraglich, ob sie überhaupt fahren kann. Dann wurde ihr Servicemann positiv getestet, am dritten Trainingstag hatte sie noch einen schweren Sturz, der vor allem emotional zur Herausforderung wurde – immerhin war das nach Zauchensee und Cortina ihr dritter wirklich heftiger Sturz innerhalb kürzester Zeit – und alles auf Messers Schneide stand. Mit dieser Vorgeschichte eine Medaille zu gewinnen, kann man nicht hoch genug einschätzen. Definitiv eine mehr als verdiente Silbermedaille.”
Sofia war echt ein Wahnsinn.
Christian Höflehner
Seine ersten Olympischen Medaillen konnte Aleksander Aamodt Kilde feiern: Während Bronze im Super G noch erwartbar war, überraschte der Norweger in der Alpinen Kombination mit einem bärenstarken Slalom, der ihm schlussendlich die Silbermedaille einbrachte – und das, obwohl der Speedspezialist zuvor zwei Jahre lang nicht auf Slalomskiern gestanden war.
“Aleks war klar unser erfolgreichster Athlet bei diesen Spielen. Er hat eine super Leistung im Super G gezeigt, aber die Leistung in der Kombination war ein Wahnsinn. Die Slalomfahrt war eines der Highlights. Aleks hat sich mit seinen ersten Medaillen einen Lebenstraum erfüllt mit diesen geht es bei den nächsten Winterspielen in Bormio sicher leichter – und dann wird er auch im perfekten Abfahreralter sein”, ist sich Höflehner sicher, dass da noch mehr kommt vom Norweger.
Erste Winterspiele – erste Medaille hieß es für Mirjam Puchner.
Die Österreicherin, deren bisherige Saison einer Achterbahnfahrt glich, schaffte es, punktgenau bei den Olympischen Spielen auf einem Hoch zu sein und holte sich im Super G die Silbermedaille.
“Mirjam hat sich erst heuer zu einer Podestkandidatin entwickelt. Dass sie bei den Olympischen Spielen eine Medaille im Super G macht, ist beachtenswert”, so Christian Höflehner.
Mit einem breiten Lächeln im Gesicht verließ Nadia Delago China.
Die Bronzemedaille in der Abfahrt hinter Landsfrau Sofia Goggia kam trotz fünf Top 8-Platzierungen in diesem Winter überraschend. Für die 24-Jährige war es die erste Medaille bei einem Großereignis und auch der erste Podestplatz in ihrer Profi-Karriere überhaupt. Erste Gratulantin war natürlich Schwester Nicol, die auf Platz 11 landete.
“Das war nicht zu erwarten. Nadia war davor nie am Weltcup-Podest, zwar ein paar Mal in der Nähe davon, aber dass es ausgerechnet in Peking klappt, war die Draufgabe zur Silbermedaille von Sofia”, freut sich Höflehner mit den beiden Italienerinnen. “Die Damenabfahrt war generell das Rennen, wo wir vom Material her am stärksten waren.”
NORDISCH
Mit sechsmal Edelmetall konnten die Nordischen Athleten ihre Medaillenausbeute von Pyeongchang diesmal verdoppeln und übertrafen damit sogar die Alpinen.
Mit einmal Gold und einmal Silber avancierte die Langläuferin Victoria Carl zur erfolgreichsten Atomic-Athletin dieser Winterspiele.
Die Deutsche setzte dem zweiten Platz in der Staffel noch eins drauf und krönte sich dank einem starken Sprint auf der Zielgeraden zur Olympiasiegerin im Teamsprint.
Der Nordische Kombinierer Manuel Faißt, der als Ersatzmann erst verspätet nach Peking reiste, holte mit der Staffel die Silbermedaille, nachdem er im Einzelbewerb von der Großschanze noch am undankbaren vierten Platz gelandet war.
„I werd laufn bis i speib“, kündigte Lukas Greiderer vor dem Normalschanzenbewerb – seinem allerersten Antritt bei Olympischen Spielen – an, um sich auf der Zielgerade schließlich bis zur „Nahtoderfahrung“ zu verausgaben: „Ich bin noch nie so gelaufen!“ Und das hat sich bezahlt gemacht: „Luki“ kam als Dritter ins Ziel und jubelte über Bronze.
Für eine kleine Sensation zum Abschluss sorgte Simen Hegstad Krüger: Der Doppelolympiasieger von 2018, der Corona-bedingt erst verspätet nach China reisen konnte konnte, skatete im 50-Kilometer-Rennen, das wetterbedingt auf 28 Kilometer verkürzt wurde, zur Bronzemedaille.
FREESKI
Der erste und wohl spannendste Freeski-Event der Spiele war der Big Air der Damen. In einem hitzigen Kampf mit dem bisher höchsten Niveau aller Zeiten bei den Damen, landete Tess Ledeux aus Frankreich mit einem Left 1620 und einem Switch 1440 zwei hochkarätige Tricks, die ihr die Silbermedaille einbrachten.
Den Abschluss der Freeski-Bewerbe bildete der Halfpipe-Bewerb der Männer. Trotz rauer Bedingungen landete Favorit Nico Porteous gleich im ersten Run den geplanten Trick. Mit seinen unverkennbaren Back-to-Back Double Cork 1620s erzielte Nico 93,00 Punkte und das reichte in der Endabrechnung aus, um sich seine allererste Olympische Goldmedaille zu sichern. Es war übrigens auch die erste Herren-Goldmedaille bei Winterspielen für sein Heimatland Neuseeland.