WELTMEISTERIN DER HERZEN JUBELT ÜBER KOMBI-BRONZE

ALPINE FEB 11, 2017

WELTMEISTERIN DER HERZEN JUBELT ÜBER KOMBI-BRONZE

ALPINE FEB 11, 2017

Alpine

FEB 11, 2017

Redster-Urgestein Michaela Kirchgasser schrieb die bislang rührendste Geschichte dieser Alpinen Ski-WM. Die 31-jährige jubelt nach einer durchwachsenen Saison, in der sie immer wieder durch Knieprobleme gebremst wurde, über Bronze in der Kombination. „Sie ist unsere Weltmeisterin der Herzen“, strahlte auch Atomic Race Manager Christian Höflehner.

„Michi ist als Strahlefrau bekannt, der man oft gar nicht ansieht, wie viel Kampf und wie viel Arbeit hinter ihren Leistungen stecken. Nach alldem, was sie zuletzt mitgemacht hat, ist diese Medaille eine großartige Belohnung. Ich bewundere sie dafür, wie sie ihr Ding immer wieder durchzieht“, freut sich Christian Höflehner. Kirchgasser hatte sich mit Rang elf in der Abfahrt eine gute Ausgangsposition geschaffen und sich mit Laufbestzeit im Slalom in die Medaillenränge katapultiert. Am Ende fehlten nur 38 Hundertstel auf den WM-Titel. „Das macht Mut für den Spezialslalom, weil einige Spezialistinnen volles Risiko gegangen und trotzdem hinter ihr geblieben sind.“

SOFIA GOGGIA: MIT VOLLGAS IN DIE FAVORITENROLLE
Michi selbst konnte ihre Leistung unmittelbar nach der Zieldurchfahrt noch nicht exakt einschätzen. „Eigentlich dachte ich, dass meine zwei, drei Fehler genau einer zu viel waren, um bei einer WM aufs Podium zu fahren. Die Angst, Vierte zu werden, war da. Aber jetzt ist die Erleichterung umso größer.“ Für die Salzburgerin war es nach Slalom-Silber 2013 und Kombi-Bronze 2015 ihre bereits dritte WM-Medaille. Eine, die aufgrund ihrer Vorgeschichte in dieser Saison noch heller strahlt.

Mit Sofia Goggia lag eine weitere Atomic-Pilotin bis zur Halbzeit auf Medaillenkurs. Die 24-jährige Senkrechtstarterin ließ in der verkürzten Abfahrt alle Speedkonkurrentinnen hinter sich, schied im Slalom jedoch bereits im oberen Streckenteil aus. Race Manager Höflehner: „Ich traue ihr zu, dass sie sich in der Spezialabfahrt revanchiert. Sie hätte es sich jedenfalls verdient.“

Am morgigen Samstag steht die Spezialabfahrt der Herren auf dem Programm. Christian Höflehner sieht die Redster-Unit im erweiterten Favoritenkreis. „Vor allem Peter Fill liegt diese Strecke, auf der man mit viel Gefühl über die Wellen gleiten muss.“

#weareskiing