MIKAELA SHIFFRINS GENIALER RUTSCH INS NEUE JAHR

ALPINE JAN 02, 2018

MIKAELA SHIFFRINS GENIALER RUTSCH INS NEUE JAHR

ALPINE JAN 02, 2018

Alpine

JAN 02, 2018

Mikaela Shiffrin hat den letzten weißen Fleck auf ihrer Sieges-Landkarte getilgt. Nach dem überzeugenden Slalom-Triumph in Lienz kann die 22-Jährige nun auf erste Plätze in allen klassischen Weltcupdestinationen verweisen. Angenehmer Nebeneffekt: Die Redster-Galionsfigur rutscht mit 371 Punkten Vorsprung ins Jahr 2018.

Es war ein genialer Rutsch, den Mikaela im vorletzten Rennen des Winters zelebrierte. Wobei „Rutsch“ nur sinnbildlich für die gestochenen Carving-Schwünge steht, die die Weltmeisterin am Donnerstag in den Osttiroler Schnee zeichnete. Eine knappe Sekunde Vorsprung nach Lauf eins, dann, im Finale, die Konkurrenz mit Kalkül auf Distanz gehalten. „Da hat Mikaela ihre Intelligenz unter Beweis gestellt. Auf dieser schwierigen Piste hatte es keinen Sinn, einen Ausfall zu riskieren oder, Best Case, mit zwei Sekunden Vorsprung zu gewinnen“, applaudierte Atomic Race Manager Christian Höflehner seiner Galionsfigur, die ihre 36 Siege auf insgesamt 21 Weltcupdestinationen verteilt hat.

Im Riesentorlauf am Freitag wäre Mikaela beinahe Saisonsieg Nr. 7, respektive Weltcupsieg Nr. 37, geglückt. 0,08 Sekunden fehlten ihr am Ende als Dritter in einer Hundertstellotterie, in der das Glück nicht auf ihrer Seite war. „Leider bin ich heute an einigen Stellen zu verhalten gefahren“, bedauerte das US-Girl, das ansonsten wenig Grund zu übertriebener Selbstkritik hat – der Vorsprung auf die erste Verfolgerin im Gesamtklassement beträgt zum Jahreswechsel gigantische 371 Punkte. Christian Höflehner: „Rechenspiele, wonach Mikaela den Punkterekord von Tina Maze (2414, Anm.) knacken könnte, sind dennoch sehr weit hergeholt, weil sie dafür auch im Speedbereich Seriensiege liefern müsste. Wir sind absolut happy, wenn sie am Ende mit einem Punkt Vorsprung vorne liegt.“ Mit Katharina Gallhuber strahlte in Lienz noch ein zweites Redster-Girl übers ganze Gesicht: Mit Slalomrang 7 stellte die 20-Jährige ihr bestes Karriereergebnis (Slalom in Killington) ein, war im 2. Durchgang gerade mal drei Hundertstel langsamer als ihre prominente Markenkollegin.

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REDSTER-CRACKS BRINGEN SICH FÜR OLYMPIA-KOMBI IN STELLUNG
Bei der Rückkehr des Herrenweltcups nach Bormio wussten die Atomic-Cracks vor allem in der Kombination zu überzeugen: Peter Fill lieferte seinen dritten Podestplatz in dieser Disziplin (nach Wengen 2006 und 2009), Mauro Caviezel verpasste das Podium als Vierter (zweitbestes Karriereresultat) nur um 23 Hundertstel. „Mit der eisigeren Strecke bin ich heute viel besser zurecht gekommen“, berichtete der Südtiroler Trainings-Schnellste in der Abfahrt. „Peters Slalomschwung stimmt uns für die Olympia-Kombi zuversichtlich.

Aber sein größtes Ziel bleibt natürlich eine Abfahrtsmedaille, im Idealfall Gold“, weiß sein Global Race Manager Christian Höflehner. Der Weltcup wird ohne Verschnaufpause fortgesetzt – am Neujahrstag mit dem City-Event in Oslo, am 3. (Damen) und 4. (Herren) gastieren die Slalom-Asse in Zagreb, wo auch wir wieder mit unserem Facebook-Live Team vor Ort sein werden.

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