MIKAELA: IHR EMOTIONALSTER REDSTER-SIEG

RACE NOV 28, 2016

MIKAELA: IHR EMOTIONALSTER REDSTER-SIEG

RACE NOV 28, 2016

Race

NOV 28, 2016

IHR REDSTER-RUN REISST NICHT AB.

Slalomsieg Nr. 10 in Serie daheim in Killington, dort, wo alles begann. Von ihren bislang 22 Weltcupsiegen wohl mit einer der emotionalsten für Mikaela Shiffrin: Wegen der tausenden Fans, die für sie zum Rennen gekommen waren - und ganz besonders wegen ihrer Oma Pauline (95)...

In ihrer aktuellen Slalom-Dominanz reicht Mikaela Shiffrin eine Passage, in der sie ein Rennen gewinnt. In Killington war es die Vertikale unmittelbar vor dem Ziel, dort holte sie schon im ersten Lauf ihre Zeit – am Ende waren es diesmal 0,73 Sekunden Vorsprung.

Aber ja: Man hat Mikaela schon spielerischer im Slalom durch die Stangen tanzen sehen. Im „Herz der grünen Berge“ zu gewinnen war schwieriger, als anderswo. Mikaela ist East-Coast-Skier: In Lebanon stand sie als Kind zum ersten Mal auf Skiern – und in Vermont wurde sie zur Atomic-Racerin. Als sie 2013 die Burke Mountain Academy abschloss, da war Mikaela Shiffrin bereits Weltmeisterin. Dennoch, oder gerade deshalb: Die Heimrennen in Killington, waren für die Nummer 1 der Skiwelt kein leichtes Spiel.

PAULINE (95): IHR GLÜHENDSTER FAN ERSTMALS LIVE DABEI
Das lag viel weniger am Umstand, dass Mikaela in letzter Zeit auf nicht allzu viele gute Trainingstage in ihrer Paradedisziplin gekommen war. Es lag teilweise an der enormen Begeisterung, die sie im größten Skigebiet des Ostens auslöst. Kaum Damenrennen im Weltcup, die mit der Zuschauerkulisse mithalten können. Und inmitten der Tausenden Shiffrin Fans: eine rührende, alte Dame mit 95 Jahren im Rollstuhl, Mikaelas Großmutter Pauline. Ihr treuester, ältester, glühendster Fan erstmals live dabei. Bei den Rennen in Europa stellt sich Oma Pauline jeweils mitten in der Nacht den Wecker – und in Killington ließ sie es sich nehmen, ihre Enkeltochter vom Ziel aus anzufeuern. „Es ist für mich wirklich aufregend, dass sie da ist, ich bin so stolz auf meine Großmutter und ich liebe sie über alles“, sagte die Atomic-Athletin.

Wie schön war das, als diese berührende alte Dame am Ende ihrer Enkelin zujubeln konnte, weil diese gerade den 10. Slalom, in dem sie gestartet war, in Serie gewonnen, den Vorsprung im Gesamtweltcup auf 157 Punkte ausgebaut hatte. Nach drei Rennen, wohlgemerkt, und das noch dazu zu Thanksgiving, einem wichtigen Feiertag für die Amerikaner. Die Shiffrin-Show könnte am Wochenende in Lake Louise bei ihrem Abfahrtsdebut schon weitergehen. „Ihre Stärke hat in allen Disziplinen beeindruckt“, streut ihr der Atomic Racing Manager Christian Höflehner Rosen, wie die gesamte Skiwelt.

#weareskiing