MARCEL: DIE SCHALLMAUER MIT KRAFTAKT DURCHBROCHEN

ALPINE JAN 22, 2018

MARCEL: DIE SCHALLMAUER MIT KRAFTAKT DURCHBROCHEN

ALPINE JAN 22, 2018

Alpine

JAN 22, 2018

Auf die Top-Performer aus dem Hause Atomic war am Wochenende einmal mehr Verlass. Sofia Goggia imponierte bei ihren Heimrennen in Cortina mit einem beeindruckenden Sieg in Abfahrt 1, Mikaela Shiffrin komplettierte als Dritte ein Redster-dominiertes Podium. In Kitzbühel lieferte Marcel Hirscher das Highlight, durchstieß mit Rang 2 die 1000-Punkte-Marke im Weltcup.

Sein 118. Weltcuppodium war für Marcel am Ganslernhang hart erarbeitet. Schneebeschaffenheit, Witterung, Kurssetzung im 1. Lauf – Herausforderungen galt es einige zu bewältigen. „Zwei Grad auf oder ab können da schon den Unterschied machen. Oder eine gröbere Struktur der Schneekristalle. Marcel hat in diesem Winter meistens den richtigen Griff getan, heute ist uns das erst im Finale gelungen. Das muss man akzeptieren. Nach fünf Siegen in Folge kann man Marcel einen zweiten Platz schon durchgehen lassen“, scherzt Atomic Race Director Christian Höflehner. Der Weltcup-Titielverteidiger führt die Gesamtwertung nun mit 154 Punkten Vorsprung an.

In Marcels Schatten klassierten sich vier weitere Redster-Piloten in den Top-20, Manuel Feller, im 1. Lauf nach zwei Ausfällen in Serie nur 13., katapultierte sich nach beherzter Aufholjagd auf Rang 5. „Die Zugehörigkeit zur ersten Startgruppe gesichert, alles richtig gemacht“, lobte Höflehner. In den Speedrennen stach am Hahnenkamm in Abwesenheit des erkrankten Max Franz Andreas Sander als Abfahrts-6. hervor. Der Teamkollege von Sensationssieger Dreßen lag bis zur letzten Zwischenzeit sogar auf Podestkurs, stellte aber auch so sein bestes Abfahrtsresultat im Weltcup ein.

DIE GROSSE SOFIA-GOGGIA-SHOW MIT KLEINEN PANNEN
Auf der Tofana begeisterte Sofia Goggia am Freitag bei ihrem vierten Weltcupsieg (samt drei Teilbestzeiten) nicht nur das Heimpublikum. Christian Höflehner: „Wenn man bedenkt, dass sie oben einen Fehler hatte, lässt sich ableiten, dass Sofia Lindsey Vonn punkto Speed derzeit mindestens ebenbürtig ist. Nur die beiden Schrecksekunden am Samstag und Sonntag sollte sie sich und uns ersparen.“ Die Lokalmatadorin übernahm in Cortina die Führung in der Abfahrtswertung, Mikaela Shiffrin mischt mit lediglich 13 Punkten Rückstand nach wie vor kräftig mit. Atomic Race Director Höflehner: „Ihr dritter Platz in der 1. Abfahrt ist fast ein wenig untergegangen. Völlig zu Unrecht – Mikaela hat seit Lake Louise keinen Tag Abfahrt trainiert und fährt hier auf Anhieb schon wieder aufs Podium. Eine Wahnsinnsleistung! Und der Beweis, dass sie nun wirklich Podestfahrerin in fünf Disziplinen ist.“ Auch in Pyeongchang? „Wir nehmen jedenfalls Material für alle Bewerbe mit.“

Im Sog der Redster-Erfolgsgaranten raste Stephanie Venier zu zwei achten Plätzen (ihr zweitbestes Abfahrtsresultat ever), lieferte damit ein Empfehlungsschreiben in Sachen Olympia-Nominierung ab.

Die nächsten Einsätze für die Redster-Crew steigen bereits am Dienstag mit dem Night Race in Schladming und dem Riesentorlauf der Damen am Kronplatz.

#weareskiing