MARCEL: „DAS EQUIPMENT HAT MEGAGUT FUNKTIONIERT!“

ALPINE DEC 11, 2017

MARCEL: „DAS EQUIPMENT HAT MEGAGUT FUNKTIONIERT!“

ALPINE DEC 11, 2017

Alpine

DEC 11, 2017

Die Rennen Nr. 3 und 4 nach dem Knöchelbruch endeten für Super-Redster Marcel Hirscher mit den Podiumsplätzen Nr. 2 und 3. Der Weltcup-Titelverteidiger und sein Team behielten im Schneesturm von Val d’Isère gekonnt den Durchblick. Equipmentwechsel zwischen den zwei Slalom-Durchgängen, wieder einmal ein Kunstgriff, das goldene Händchen für Weltcuptriumph Nummer 47.

55 Hundertstel Rückstand hatte Marcel auf der Face de Bellevarde als Achter des ersten Durchganges ausgefasst. Nicht die Welt, schon gar nicht für einen wie ihn. Mit dem Einkehrschwung im Hotel leitete das Team Hirscher auch gleich den Umschwung ein. Marcel: „Wir haben die Erkenntnisse des 1. Laufes und das Videomaterial analysiert, daraus die richtigen Schlüsse gezogen. Im Finale hat das Equipment dann megagut funktioniert – und ich bin auch besser gefahren.“ 

Image Marcel

Atomic Race Director Christian Höflehner erklärt die Wichtigkeit dieser spontanen Nachjustierungen. „Marcel hat so wenige Trainingstage in den Beinen, dass es für ihn schwer einzuschätzen ist, welchen Ski er sich bei den jeweiligen Verhältnissen zutrauen kann. Fürs Finale wählte er eine weichere, geschmeidigere Variante, die für mehr Stabilität sorgt. So konnte er seine Schwünge sauber und technisch perfekt ziehen, ohne zu viel zu riskieren. Bei diesen Bedingungen hilft dir keine Rakete unter den Füßen, wenn du die ganze Zeit nur am Kämpfen bist, sie zu kontrollieren.“ Nach Halbzeitführung und Rang 3 am Samstag im Riesentorlauf hätte Podestplatz Nr. 110 im 207. Karriererennen beinahe schon wieder Rang 1 im Weltcup-Zwischenklassement bedeutet. Gerade elf Punkte fehlen Marcel nach acht Saisonrennen auf die Leaderposition.

MANUEL FELLER: DER SCHNELLSTE MANN AM BERG – ABER LEIDER NICHT IM ZIEL

Im Sog von Weltmeister Hirscher erzielten die Redster-Teamkollegen beachtliche Teilerfolge. Marco Schwarz (am Samstag als 17. mit Karriere-All-Time-High im RTL) überzeugte im Slalom mit Bestzeit im 2. Lauf, wurde hinter Markenkollege Matthias Hargin Neunter. Höflehner: „Ich hoffe, dass es für Marco ein Knackpunkt war, er sich künftig wieder mehr zu attackieren traut. Das Herz hat mir einmal mehr Manuel Feller gebrochen, der heute der schnellste Mann am Berg war, in der Ergebnisliste aber wieder nicht aufscheint – zumindest nicht dort, wo er sollte, nämlich sehr weit oben.“

Atomic-Aushängeschild Mikaela Shiffrin legt nach dem wetterbedingten Rumpfwochenende von St. Moritz bis zu vier Technik-Trainingstage im norwegischen Trysil ein. Christian Höflehner: „Sie will dort die aktuell besseren Trainingsbedingungen als in Mitteleuropa nützen, zwei Serviceleute begleiten sie.“

Ob die Weltcupleaderin die Speed-Rennen in Val d’Isère (Abfahrt am Samstag, Super-G am Sonntag) bestreiten wird, soll kurzfristig entschieden werden. Die Herren begeben sich in Gröden (Super-G am Freitag, Abfahrt am Samstag) und Alta Badia (Sonntag RTL, Montag Parallel-RTL) auf Punktejagd.

#weareskiing #redster