VENEDIGER RUSH 2018 – IN SALZBURG NACH GANZ OBEN

BC TOURING MAY 14, 2018 5 views 05:30 mins

VENEDIGER RUSH 2018 – IN SALZBURG NACH GANZ OBEN

BC TOURING MAY 14, 2018
5 views
05:30 mins

BC Touring

MAY 14, 2018

Beim fünften Venediger Rush haben alle 41 Starter den Gipfel des höchsten Salzburgers erreicht. Bei der Finisher-Party zeigte sich, was dieses Event einzigartig macht – das starke Gemeinschafts- und das Glücksgefühl angesichts der eigenen Leistung. Auch ATOMIC Skibergsteiger Daniel Zugg erlebte den RUSH als besonderen Moment.

Die eigentliche Frage im Ziel des Venediger RUSH war nicht so sehr, was die Teilnehmer geleistet hatten – das war den müden und glücklichen Gesichtern anzusehen, das spürte jeder einzelne in den Beinen. Das Entscheidende war, wie die 41 Teilnehmer die harten zwei Tage durch das Salzburger Land gemeistert haben.

“Viele von unseren Teilnehmern wissen vorher gar nicht, zu welchen Leistungen sie wirklich im Stande sind – das erfahren sie hier zum ersten Mal, auch gepusht in der Gruppe!”

Veranstalter Hans-Peter Kreidl

Und das, so Kreidl weiter, seien die tatsächlich wichtigen Erfahrungen. 

Der Venediger RUSH begeistert dabei aber nicht nur ambitionierte Hobby-Athleten. Heuer war auch ATOMIC-Profi Daniel Zugg mit von der Partie. Der Top-Skibergsteiger aus dem Montafon hat mit dem RUSH das Event gefunden, das zu seiner Definition von Sport passt: „Sport heißt nicht, krampfhaft auf irgendetwas zu verzichten. Das würde keinen Spaß machen. Ich verzichte quasi auf nichts, ich gehe einfach mit einer anderen Lebenseinstellung an die Sache heran“, erklärt der Profi-Sportler. Und deshalb passt der RUSH so gut ins Bild, denn hier stehen neben sportlicher Höchstleistung auch der Teamgeist, und das Genießen der traumhaften Salzburger Kulisse auf dem Programm.

Wobei auch die sportlichen Zahlen für sich sprechen: 140 Kilometer auf dem Rennrad, der lange Aufstieg zu Fuß vom Gasthof Siggen in Neukirchen am Großvenediger zur Schneegrenze und schließlich die Skitour auf die Kürsinger Hütte. Allein am ersten Tag standen insgesamt rund 2.000 Höhenmeter zu Buche. Am zweiten Tag dieser einzigartigen Veranstaltung ging es noch einmal auf Tourenskiern 1.300 Höhenmeter auf den höchsten Salzburger Gipfel, den 3.666 Meter hohen Großvenediger.

Und auch wenn der Venediger RUSH ausdrücklich kein Rennen ist – wie die Profis durften sich die Starter trotzdem fühlen. „Im Mittelpunkt stehen bei uns immer die Sportler und ihr Erlebnis“, erklärt Event-Macher HP Kreidl. Schließlich gehe es ihm und seinem Team darum, etwas Einzigartiges zu schaffen. 

Daniel Zugg
Österreich / BC Touring

date of birth

February 19, 1993

home resort

St. Gallenkirch - Montafon AUT

discipline

Ski Mountaineering

hobbies

Sport, Motorsport, Freunde treffen

website

http://www.daniel-zugg.at/

Erfolg ohne Wetterglück

Nach der sonnig-warmen Rad-Etappe zogen Wolken auf, es wurde merklich kühler. Zwar erreichten die Sportler das Materiallager nach der Berglaufstrecke noch trockenen Fußes, doch dann verfinsterte sich der Himmel zusehends, öffnete Petrus die Schleusen. Die Skitour auf die Kürsinger Hütte war eine Härteprobe – für den Kopf und für den Körper gleichermaßen. Im strömenden Regen und bei schlechter Sicht kämpfte sich der RUSH noch einmal 1.100 Höhenmeter durch den schweren nassen Schnee nach oben.

Über Nacht sollte das Wetter nicht deutlich besser werden. Immerhin gut genug, um einen sicheren Aufstieg zu gewährleisten und den Gipfelsturm zu wagen. Mit den staatlich geprüften Berg- oder Skiführern des Skitourenwinter.com startete der Venediger RUSH in sechs Seilschaften auf die zweite Etappe. Und auch wenn die Sonne hin und wieder zu spüren war, die Wolken immer wieder einmal den Blick in die Ferne freigaben – für den Panoramablick vom Gipfel des Großvenedigers sollte die Sicht nicht reichen. Und doch war die Freude am Gipfelkreuz riesengroß, spürten die Teilnehmer noch einmal, was den RUSH besonders macht.

Auch ATOMIC-Profi Daniel Zugg war sichtlich angetan. Er freute sich mit seinen Begleitern über die gemeinsame Leistung und zog ein Fazit: „Hier oben fällt auf einmal viel von einem ab – der Moment, in dem man sein eigenes Ziel erreicht, ist immer befreiend.“ Nach so einer Leistung fühle es sich an, als würde man über den Dingen schweben. „Glücklich, wer so etwas erleben darf“. 

Alle Infos zum Event unter ww.the-rush.eu 

#weareskiing