SCHRECKSEKUNDEN, GLÜCKSMOMENTE UND DIE WELTCUPFÜHRUNG

RACE DEC 29, 2015

SCHRECKSEKUNDEN, GLÜCKSMOMENTE UND DIE WELTCUPFÜHRUNG

RACE DEC 29, 2015

Race

DEC 29, 2015

Fixe Grösse & Rising Stars. Marcel Hirschers turbulente Italien-Tournee im Zeitraffer: historischer Gran-Risa-Triumph, unfreiwilliger Abschied vom Siegerski, Drohnenskandal, trotzdem im roten Trikot. Die Next Redster Generation carvt auf Wolke 7: Marco schwarz und Alexander Kilde imponieren als Podest-Rookies.

Marcel Hirschers Italien-Tournee beginnt in Alta Badia standesgemäß: Weltcupsieg Nr. 35, der 17. im Riesentorlauf, der dritte in Folge auf der legendären Gran Risa (Rekord!). Doch dann passiert Unvorhersehbares: Marcels Redster-Raketen werden während der Siegereh-rung aus dem Zielraum entwendet. Nicht nur Atomic Race Director Christian Höflehner steht vor einem Rätsel: “In Zukunft muss es eine Videoüberwachung geben. Glücklicherweise hat Marcels Siegerski von Val d’Isère und Alta Badia viele Brüder und Schwestern, die nur auf einen Einsatz warten.” Tatsächlich ließ sich Atomic-Star Hirscher weder vom dreisten Dieb-stahl, noch vom Kurzauftritt im praktisch kurvenlosen (!) Parallel-RTL beirren. Nicht einmal die Drohne, die zwei Meter hinter ihm auf der Slalompiste von Madonna di Campiglio einschlug (FIS-Renndirektor Waldner: “Nie wieder werden Drohnen zum Einsatz kommen!”), konnte ihn aus der Erfolgsspur katapultieren: Rang 2, das rote Trikot zurückerobert, Traumsaison prolongiert: 8 x am Start, 7 x im Ziel, 7 x am Podest, 4 Siege. Marcels Bilanz nach dem 1. Saisondrittel: “Tip-top. Das Team und ich haben viel richtig gemacht.”

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MARCO SCHWARZ & ALEXANDER KILDE ALS RISING REDSTERS
Im Team drängten sich während der Italien-Tournee zwei weitere Redster-Piloten mit ihrer Podest-Premiere ins Rampenlicht: Alexander Aamodt Kilde (23), der im Super-G von Gröden nach Bestzeit bei der letzten Zwischenzeit auf Rang 3 fuhr. Und Marco Schwarz (20), der in Madonna als 33. startete, als 17. in die Halbzeitpause ging und als sensationeller Dritter abschwang. Vor allem Schwarz‘ Senkrechtstart flößt Respekt ein: Zehn Tage zuvor hatte sich der dreifache Olympiasieger der Jugendspiele 2012 (RTL, Superkombi & Team) und Junioren-Weltmeister 2014 (Super-G) erstmals für ein Finale qualifiziert, im 11. Weltcuprennen stand er nun erstmals auf dem Siegespodest. Womit „Blacky“, der sich auf Robert Bürgler, den bisherigen Servicemann von Benjamin Raich stützen kann, nur ein Rennen mehr als Marcel Hirscher benötigte.

RENNCHEF HÖFLEHNER: „BLACKYS PERFORMANCE KEIN ZUFALL!“
Christian Höflehner, der den Kärntner im Frühjahr zu Atomic gelotst hatte, erwartet auch für die Zukunft Großes: „Blackys Performance ist kein Zufall. Er wird mit besseren Nummern konstant in die Top-15 fahren.“ Gleich zwei Redster Raver auf dem Slalom-Podest in Madonna - Höflehner: „Man sieht, welchen Speed unser Atomic Setup im Flachen entwickelt - und wie gut das Material im Steilen kontrollierbar ist. Bei aller Euphorie um Blacky: Marcel hat nach der Enttäuschung im Parallel-RTL keinerlei Unsicherheit gezeigt, daran erkennt man seine wirkliche Größe als Athlet.“ Die erfolgreiche Vorweihnachtszeit rundete Michaela Kirchgasser mit Rang 3 (Slalombestzeit) in der Superkombi von Val d’Isère ab.

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