REDSTERS WINTER-WONDERLAND: 5 X GOLD, 7 X KRISTALL, 28 SIEGE

ALPINE MAR 20, 2018

REDSTERS WINTER-WONDERLAND: 5 X GOLD, 7 X KRISTALL, 28 SIEGE

ALPINE MAR 20, 2018

Alpine

MAR 20, 2018

Mit zwei windbedingten Absagen ging für das Redster Alpine Department eine Saison zu Ende, die schwer zu toppen sein dürfte. Fünf olympische Goldmedaillen (von zehn möglichen), sieben Kristallkugeln (von zwölf), zum 2. Mal in Folge beide Gesamt-Weltcupsiege. Und: Dank dreier erste Plätze beim Finale in Are (Sofia Goggia, Mikaela Shiffrin, Marcel Hirscher) gelang mit 28 Einzelsiegen auch noch der Sprung auf Platz 1 dieser Wertung.

Schon der Start in die finale Rennwoche ließ nichts zu wünschen übrig. Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia verteidigte mit einer Punktlandung auf Platz 2 den 23-Punkte-Polster in der Disziplinenwertung, holte Abfahrtskristall erstmals seit 16 Jahren nach Italien. Und damit die absolute Kugel-Mehrheit für die Redster Unit. „Ich habe noch nie so gelitten, noch nie das Ende eines Rennens so sehr herbeigesehnt wie diesmal“, gestand die 25-Jährige, die im Damenlager drei zu den insgesamt 15 Atomic-Triumphen dieses Winters beisteuern konnte. Den dritten am Tag nach Abfahrtskristall im Super-G. „In Hinblick auf 2019 stimmt uns das sehr zuversichtlich. Sofia hat schon in Korea gezeigt, dass sie aus gelungenen Generalproben die richtigen Schlüsse ziehen kann“, blickt Atomic Global Race Manager Christian Höflehner zuversichtlich auf die WM in Are.

Die restlichen zwölf Saisonsiege (mehr waren bisher nur Vreni Schneider 1988/89 gelungen) gingen auf das Konto von Mikaela Shiffrin, die eine eindrucksvolle WM- Generalprobe hinlegte – 1,58 Sekunden Vorsprung im Slalom. Die Müdigkeit vergangener Wochen – wie weggeblasen. „Ich bin hier so gefahren, wie ich es in meinen schönsten Träumen tue“, freute sich die nun 23-Jährige, die bei ihrer erfolgreichen Titelverteidigung 18 Podiumsplätze sowie den zweitgrößten Vorsprung der Weltcuphistorie herauscarvte (605 Punkte!). Christian Höflehner: „Die Konkurrenz hat zuletzt Lunte gerochen, aber Mikaela hat diesen Hoffnungen vor allem im 2. Lauf einen Dämpfer versetzt. Sie stellte unter Beweis, dass sie nicht zu schlagen ist, wenn sie das fährt, was sie drauf hat.“

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MARCEL HIRSCHER: JEDE STATISTIK EIN MONUMENT DER EINZIGARTIGKEIT
Auch Marcel Hirscher unterstrich trotz bereits drei fixierter Kristallkugeln beim Finale noch einmal eindrucksvoll, warum an ihm auch im Olympiawinter kein Weg vorbeiführte: In Are gelang ihm beim 58. Weltcuperfolg sein 5. Triumph im Riesentorlauf in Folge, obwohl er im ersten Lauf den ersten Ausfall nach 25 Monaten bzw. 55 Rennen nur per Akrobatik-Einlage verhindern konnte. Eine längere Erfolgsserie war zuletzt Ingemar Stenmark 1979 vergönnt gewesen. Jede weitere Statistik – ein Monument der Einzigartigkeit des nun siebenfachen Gesamtweltcupsiegers: Von den letzten 15 Technikbewerben (exklusive City-Events) hat er nur zwei nicht gewonnen (einmal Zweiter, einmal Dritter). Von allen 44 Riesentorläufen der letzten fünf Jahre schaffte es Marcel 39 Mal aufs Podest, gewann 21 Mal, war nie schlechter als Sechster. Einstellen konnte Marcel auch Stenmarks und Hermann Maiers Rekordmarke von 13 Saisonsiegen. Wobei die zusätzlich angehäuften zwei Goldmedaillen dokumentieren: Da fährt einer schon längst in seiner eigenen Liga.

Während Mikaela Shiffrin auf ihrem Heimschnee noch ein ganzes Monat an Technik und Material feilen wird, Sofia Goggia in Val di Fassa zusätzliche Erkenntnisse gewinnen will, stellt Marcel seine Rennski bis August in die Ecke. Der Überflieger der Saison (Mikaela Shiffrin: „Er ist eine große Inspiration für mich!“) wird am Mittwoch zum Heli-Skiing Richtung Nordamerika aufbrechen.

#weareskiing