REDSTER-KICKSTART: 2018 BEGINNT MIT SERIENSIEGEN

ALPINE JAN 08, 2018

REDSTER-KICKSTART: 2018 BEGINNT MIT SERIENSIEGEN

ALPINE JAN 08, 2018

Alpine

JAN 08, 2018

Mikaela Shiffrin und Marcel Hirscher waren in der ersten Alpinwoche des neuen Jahres mehr denn je das Maß aller Weltcupdinge. Acht Rennen, sieben Siege, Führung in sieben Zwischenwertungen. Auch aus Kranjska Gora und Adelboden entführten die Atomic-Galionsfiguren nach zum Teil denkwürdigen Triumphen das Maximum von 400 Punkten.

39, 40, 51, 52 – Mikaela und Marcel nähern sich mit ihrem Sieges-Stakkato im Parallelschwung immer neuen Rekordmarken. Das US-Girl etwa wird schon demnächst die Bestmarke von Annemarie Moser-Pröll (41 Siege vor dem 23. Geburtstag) knacken, Anja Pärson (mit 42 ersten Plätzen Nr. 5. der ewigen Bestenliste) überholen und auch Slalom-Queen Marlies Schild (35 Slalomsiege) nahe rücken. In Kranjska Gora schrieb Mikaela zum 32. Mal an – mit dem Mega-Vorsprung von 1,6 Sekunden. Vergleichsweise bescheiden: der Abstand von 0,3 Sekunden im Riesentorlauf. „Acht Zehntel aus dem 1. Lauf zu verwalten ist nicht so einfach, wenn die Konkurrenz das letzte Hemd riskiert und es um die Führung im Disziplinenweltcup geht. Zumal Mikaela im Riesentorlauf ihre einsame Klasse noch nicht mit jener Selbstverständlichkeit auszuspielen vermag wie im Slalom. Die Erfahrung von Kranjska Gora wird ihr helfen, genau das in Zukunft zu tun“, ist Atomic Race Director Christian Höflehner überzeugt. Die erfolgreiche Titelverteidigung im Gesamtweltcup ist der 22-Jährigen indessen kaum noch zu nehmen: Sie führt die Gesamtwertung mit 1281 Punkten an, 721 mehr als ihre erste Verfolgerin. Zum Vergleich: Tina Maze hielt in ihrer Rekordsaison 2012/13 (2414 Zähler) zu diesem Zeitpunkt bei 1139 Punkten…

Stark im Kommen 2018: Redster-Energiebündel Sofia Goggia. Die Aufsteigerin der Saison 2016/17 carvte in Kranjska Gora als Dritte erstmals in diesem Winter auf ein Riesentorlauf-Podium. Christian Höflehner: „Ich bin nahezu sicher, dass ihr damit der Knopf aufgegangen ist, sie in einen ähnlichen Flow kommen wird wie im Vorjahr.“ DIE Überraschung lieferte in Slowenien Atomic-Youngster Carole Bissig (21) ab, die in ihrem 4. Weltcuprennen mit viertbester Laufzeit im Finale Slalomrang 17 belegte.

MARCEL MIT UND OHNE SKIWECHSEL NICHT ZU SCHLAGEN

Den Flowzustand längst erreicht hat Marcel Hirscher – wovon sieben Saisonsiege, darunter das Double in Adelboden (zum 2. Mal nach 2012 und als bisher einziger Racer überhaupt) zeugen. Höflehner: „Der Sieg im Riesentorlauf nach diesen Fehlern im Zielhang zählt mit Sicherheit zu seinen spektakulärsten.“ Errungen wurde er mit dem Siegerski von Alta Badia (Durchgang 1) und einem „jungfräulichen“ Modell (Finale), das in den Spuren für mehr Laufruhe sorgte. Im Slalom am Sonntag, Marcels 100., folgte Weltcupsieg Nr. 52, der 24. im Slalom – ganz ohne Skiwechsel. „Absolut beeindruckend“, schwärmt Christian Höflehner, „zumal Marcels erste Läufe immer noch sehr kontrolliert sind. Er attackiert nur in jenen Passagen, in denen er sich absolut sicher fühlt.“ Sahnehäubchen auf dem historischen Wochenende war Manuel Fellers 5. Platz im Riesentorlauf. Im Finale markierte der Slalom-Vizeweltmeister zwei Teilbestzeiten und die zweitschnellste Gesamtzeit.

#weareskiing