MIKAELA SHIFFRIN: HOLT SIE SICH IM ZIELSPRINT NOCH SLALOM-KRISTALL?

ALPINE MAR 08, 2021

MIKAELA SHIFFRIN: HOLT SIE SICH IM ZIELSPRINT NOCH SLALOM-KRISTALL?

ALPINE MAR 08, 2021

Alpine

MAR 08, 2021

Sie war, ist und bleibt die strahlendste Lichtgestalt im Skirennsport: Mikaela Shiffrin hat in Jasna den 45. Weltcupslalom ihrer Karriere gewonnen. Seit 2012 ist der Superstar im Atomic-Team das Maß aller Dinge in ihrer Paradedisziplin und Vorbild für eine ganze Athletinnen-Generation. Die Konkurrenz hat aufgeholt, keine Frage. Trotzdem: Mikaela entscheidet mit ihrem Speed Rennen wie in Jasna immer noch anscheinend nach Belieben und innerhalb weniger Torkombinationen für sich. Im Comeback-Winter nach der schwierigsten Phase ihres Lebens hat sie sukzessive wieder den Anschluss an die beste Version ihrer selbst gefunden. Drei Slaloms sind in diesem Winter noch zu fahren, 45 Punkte muss sie aufholen – und die Skiwelt fiebert mit: Holt sie sich im Zielsprint dieser Saison noch Slalom-Kristall?

Mikaela Shiffrin

In Are ist im Dezember 2012 mit ihrem ersten Weltcupsieg im Slalom ihr Stern aufgegangen. Nach Are, wo Mikaela Shiffrin seit diesem Debutsieg in vier Wintern die Weltcupslaloms und 2019 bei der Ski-WM zwei Mal Gold und einmal Bronze gewonnen hat, kehrt sie am Wochenende zurück. In diesem Ort voller guter Erinnerungen kann Mikaela ihrer Slalom-Kristallkugel Nr. 7 einen großen Schritt näherkommen – und vielleicht feiert sie ihren 26. Geburtstag am 13. März schon als der Mensch, der die meisten Rennen in einer Weltcupdisziplin gewonnen hat. Sie steht aktuell bei 45 Slalom-Erfolgen und Ingemar Stenmark gewann in seiner großen Zeit 46 Riesentorläufe. Gelingen ihr also in den zwei Are-Slaloms Weltcupsieg Nr. 70 und Nr. 71, schenkt sie sich zum Geburtstag einen Weltrekord und ziemlich sicher auch die elfte Kristallkugel ihrer beispiellosen Karriere.

Mikaela Shiffrin 2

„Bald zehn Jahre, in denen Mikaela mit ihrer Performance das Level im Slalom-Rennsport insgesamt gehoben hat. Es war einfacher für andere, zu ihr aufzuschließen, als für sie selbst, vorne zu bleiben, zumal sie das schwierigste Jahr ihres Lebens zu verarbeiten hatte. Aber jetzt sieht man in jedem Rennen: Mikaela hat den Anschluss zur besten Version ihrer selbst wieder gefunden – athletisch, technisch und mental“, analysiert Christian Höflehner, der Global Race Manager bei Atomic. Nachsatz: „Das beflügelt auch eine ganze Generation junger Athletinnen wie zum Beispiel Maryna Gasienica-Daniel in unserem Team, die nach einem Kreuzbandriss eine tolle Saison gefahren ist und im ersten Lauf des Jasna-RTL erstmals die arrivierten Top-Athletinnen richtig gefordert hat.“

Mikaela Shiffrin 3

DIE NEXT GENERATION IM HERREN-SPEEDTEAM
Die Freude über starke Leistungen der Nachfolge-Generation war am Speed-Wochenende in Saalbach ebenfalls dominierend, zumal die Top-Stars im Redster-Team in Abfahrt und Super-G leider nicht mehr in die Entscheidungen eingreifen können. Höflehner: „Natürlich schmerzt es mit dem Wissen, wie stark Aleksander Aamodt Kilde, Mauro Caviezel und Adrian Smiseth Sejersted, unsere drei verletzten Speed-Stars, heuer noch im Jänner waren – so ist der Sport. Läufer wie Daniel Danklmaier, Niels Hintermann, Felix Monsen, Jeffrey Read und im Super G auch Vize-Weltmeister Andreas Sander haben in Saalbach aber gute Platzierungen erreicht und man muss diese Leistungen schon in Hinblick auf den kommenden Winter interpretieren. Wir haben eine sehr starke Speed-Mannschaft.“

Vor dem Finale in Lenzerheide reisen die Herren noch für RTL und Slalom nach Kranjska Gora und die Damen für zwei Slaloms nach Are.

#weareskiing