MIKAELA SHIFFRIN: DAS REDSTER COMEBACK!

RACE FEB 15, 2016

MIKAELA SHIFFRIN: DAS REDSTER COMEBACK!

RACE FEB 15, 2016

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FEB 15, 2016

Phänomen Shiffrin: Innenbandriss, Knochenprellung, 64 Tage Weltcupabstinenz. Kann man das so einfach wegstecken? Frau kann!

Wenn man Mikaela Shiffrin heißt. Der Atomic-Star knüpfte beim Comeback in Crans Montana nahtlos dort an, wo Ende November die Serie unterbrochen wurde: Mit einem überzeugenden Slalom-Triumph. Kein Zweifel: Die Slalom-Queen ist zurück auf dem Thron.

“Im Training bin ich zuletzt schon auf höchstem Niveau gefahren, aber ich war nicht sicher: Man sieht die Mädels im Fernsehen, versucht abzuschätzen, wo man steht. Das ist nicht dasselbe wie vor Ort zu sein. Es war schon ein Sprung ins kalte Wasser”, strahlte Mikaela Shiffrin nach Weltcupsieg Nr. 18 (der 17. im Slalom). Der 20-jährigen Redster-Rakete fehlt damit nur mehr ein Sieg auf Tamara McKinney (19 Siege), bis dato zweiterfolgreichste US-Alpin-Lady der Geschichte. Noch beeindruckender: Shiffrin ist seit 15. Jänner 2015 in Slaloms unbesiegt, gewann seither den WM-Slalom und sechs weitere Rennen.

MIKAELA SHIFFRIN IM BLINDFLUG AUF DEN THRON

Dabei schien sich im Finale alles gegen die Halbzeitführende verschworen zu haben. Eine weiche, schwer ramponierte Piste, schlechte Sicht. Umstände, die man sich nach über zwei Monaten Rennpause nicht wünscht. “Ich stand am Start und dachte: So schlimm ist’s ja gar nicht. Dann machte ich die Augen für eine Minute zu, habe den Lauf visualisiert, als ich sie öffnete war ich geschockt: Wo war die Piste hin verschwunden? Aber andere hatten sicher noch schlechtere Sicht.” Am Ende brachte die “Lady in Red” 45 Hundertstel Vorsprung souverän ins Ziel. “Darauf bin ich sehr stolz!”

Atomic Race Director Christian Höflehner jubelte auf der Rückreise von Tokio nach Frankfurt über die sensationellen Neuigkeiten. “Uns war klar, dass Mikaela in guter Verfassung sein wird, wenn sie am Start steht. Aber mit einem Sieg konnte man nicht rechnen.” Der nächste Start der Ausnahmekönnerin ist spätestens in elf Tagen beim Super-G in Andorra geplant. “Ich mache das von den Fortschritten im Training abhängig. Aus heutiger Sicht spricht aber nicht allzu viel dagegen”, ist “Rennpferd” Shiffrin schon heiß auf die nächsten Aufgaben.

“Wir sind unheimlich froh, sie wieder bei uns zu haben.”

Christian Höflehner

MARCO SCHWARZ BIG IN JAPAN UND DEMNÄCHST IN GRUPPE 1

Sonntag hatte bei den Herren wieder einmal die New Slalom Generation aufgezeigt. Marco Schwarz carvte in Naeba zu seinem zweiten Stockerlplatz nach Madonna (3.), startet beim nächsten Slalom in Kranjska Gora erstmals in Startgruppe 1, Marc Digruber (5.) toppte neuerlich sein bestes Karriereergebnis und Manuel Feller preschte mit zweitbester Laufzeit im Finale auf Rang 13 nach vor. “Es ist schon extrem auffällig, wie sich unsere Jungs im Slalom präsentieren. Schaut so aus, als ob das Material ganz gut funktionieren würde”, freut sich Christian Höflehner, der sicher ist, dass auch Marcel Hirscher in Hinterstoder in gewohnter Stärke auftreten wird. “Der Einfädler macht mir keine Sorgen. Das ist im Slalom Tagesgeschäft. Jetzt gilt es, sich bestmöglich auf die vier wichtigen Riesentorläufe in Hinterstoder und Kranjska Gora vorzubereiten.”

#weareskiing