BACKLAND PODIUMSSTURM BEIM BERCHTESGADENER SUPER-WELTCUP

BC TOURING FEB 10, 2020

BACKLAND PODIUMSSTURM BEIM BERCHTESGADENER SUPER-WELTCUP

BC TOURING FEB 10, 2020

BC Touring

FEB 10, 2020

In Berchtesgaden, der dritten Weltcupstation der aktuellen Saison, punkteten die Atomic Backland Athleten an allen drei Renntagen. Davide Magnini (ITA) fährt einen 3. Rang im Vertical und einen Sieg im Individual ein, Iwan Arnold (SUI) gewinnt den Sprintbewerb und Neuzugang Rémi Bonnet (SUI) wird im Vertical Zweiter. Nachwuchsathlet Paul Verbnjak (AUT) steht gar in allen drei Bewerben am Stockerl.

Es war ein langes Rennwochenende beim ISMF Weltcup in Berchtesgaden/GER. Nachdem der Weltcup in China abgesagt werden musste, richteten die Veranstalter des traditionellen „Jennerstier“ zusätzlich zum Individual am Samstag und dem Sprint am Sonntag auch noch ein Verticalrennen am Freitag aus. Für die Sportler hieß es damit einen Super-Weltcup mit drei Disziplinen an drei aufeinanderfolgenden Tagen zu absolvieren. Das Individual am Samstag hielt 1600 Höhenmeter mit knapp 8 Kilometern auf feiner, hochtechnischer und anspruchsvoller Strecke bereit. Im Sprint waren die Verhältnisse ebenfalls schwierig, speziell die Tragepassage war mit den tiefen Spuren eine Schlüsselstelle. Im Vertical war es ein extrem steiler Schlussanstieg, der die Lungen nochmals fast zum Platzen brachte. Die Atomic-Athleten liefen mit überragenden Leistungen aufs Podium aller Disziplinen und gingen damit voll in die Punkte.

Davide Magnini

Nachdem Davide Magnini beim Weltcup in Andorra seine Leistungen seit Saisonbeginn bereits steigern konnte, gelang dem jungen Italiener in Berchtesgaden das beste Weltcup-Wochenende seiner Karriere. Im Individual packte der hochtalentierte Italiener den ‚Jennerstier‘ bei den Hörnern und fuhr seinen allerersten Weltcupsieg in der Seniors-Klasse ein. Damit ist Magnini der erst dritte Athlet der als U23-Läufer auch in der Seniors-Klasse ganz oben stehen konnte – ein Meilenstein in seiner Karriere. Den ließ er einem dritten Seniors-Platz, und gleichzeitig einem Espoir-Sieg, in seiner eigentlichen Paradedisziplin Vertical folgen. Sein Kommentar nach dem Individual-Rennen: „Ich fühlte mich in den ersten beiden Anstiegen wirklich gut und setzte in der Mitte des dritten Anstiegs alles auf eine Karte. Ich wusste auch, dass meine Kollegen, die das Vertical nicht bestritten hatten, die Abfahrten im Gegensatz zu mir, bis ins Detail besichtigt hatten, und musste auch deswegen schon relativ früh auf Angriff gehen. Das konnte ich bis ins Ziel durchziehen und mich immer weiter absetzen. Auch die Abfahrten gelangen mir perfekt. Die Stimmung auf den letzten Höhenmetern ins Ziel, mit den vielen Zuschauern, war einfach genial.“

Iwan Arnold

Der Schweizer Iwan Arnold konnte in seiner Paradedisziplin Sprint einmal mehr den Sieg erringen. Mit kontrollierten und taktisch geschickten Läufen baute Arnold seine Führung im Sprint Weltcup weiter aus. Vor allem das Finale war eine Meisterleistung. Er blieb bis zur Hälfte des Rennens cool, zündete erst in der Tragepassage den Turbo und stürmte an die Spitze. Die gewohnt super schnellen Wechsel taten den Rest. Zu seinem Sieg sagte er: „Ich habe sehr schlecht geschlafen und eigentlich gedacht, das wird heute nichts. Es gelang mir aber mich gut zu fokussieren und mich von Lauf zu Lauf zu steigern, war nie am Limit. Ich habe meine Taktik ausgespielt, am Start weniger stark und am Schluss auspacken, das ist mir voll aufgegangen.“

Remi Bonnet

Für den Schweizer Rémi Bonnet, neu in der Atomic Familie, war das Verticalrennen am Freitag der Höhepunkt des Wochenendes. Er lieferte eine starke Performance und konnte sich auf Rang 2 vor Backland-Teamkollegen Magnini positionieren. „Ich habe in den letzten Wochen den Backland 65 UL ausgiebig getestet und bin bei allen Bedingungen super damit zurechtgekommen. Auch die Felle funktionieren wirklich überzeugend. Ich bin super happy mit dem Paket und habe in dieser Saison in allen Disziplinen, Long Distance und Weltcup, noch viel vor.“

Nach seinen bisherigen Erfolgen bei den Weltcups in Frankreich und Andorra war der Österreichische Junior Paul Verbnjak auch am Jenner immer bei den schnellsten seiner Klasse. Er hat es als einziger Junioren-Athlet geschafft, in allen Bewerben des diesjährigen Weltcups am Stockerl zu stehen. Im Jennerstier Vertical am Freitag wird er Zweiter, im Individual und im Sprint klassiert er sich jeweils auf Rang 3.

Nach dem erfolgreichen Wochenende in Deutschland geht es im Weltcup erst nach einer längeren Pause mit einem Event der Superlative weiter: von 2. bis 5. April 2020 gastiert der ISMF Weltcupzirkus in Madonna di Campiglio/ITA, wo der letzte Weltcup der Saison und die European Championships gleichzeitig abgehalten werden. Davor werden bei den Grande Course Events und anderen alpinen Klassikern Höhenmeter satt im Renntempo abgespult werden.

#weareskiing