BÄÄHM! GAMECHANGER ALEKSANDER IM WELTCUP JETZT IN POLEPOSITION

ALPINE FEB 17, 2020

BÄÄHM! GAMECHANGER ALEKSANDER IM WELTCUP JETZT IN POLEPOSITION

ALPINE FEB 17, 2020

Alpine

FEB 17, 2020

„What a feeling!! First win this season“ postete Aleksander Aamodt Kilde mit einem Smiley nach dem Redster-Doppelsieg im Saalbach-Super-G (vor Atomic-Buddy Mauro Caviezel) – und dankte den Gratulanten. Erster Saisonsieg Mitte Februar, trotzdem ist Aleksander der Mann, der auf der Schlussetappe im Gesamtweltcup die Pace vorgibt: Denn vor den Technik-Rennen in Japan hat er 79 Punkte Vorsprung auf Henrik Kristoffersen und 100 auf Alexis Pinturault. Eine Poleposition mit Perspektive: Im Kampf um die große Kristallkugel können seine Kontrahenten lediglich noch in drei verbleibenden Slaloms ungehindert punkten; in allen zehn anderen Rennen (fünf Speed-Events, vier Riesentorläufe, eine Kombi) hat Redster-Star Kilde beste Chancen weiter das zu tun, was er schon den ganzen Winter lang tut – taktisch klug Punkte um Punkte sammeln ...

Abgerechnet wird zum Schluss, klar. Und passieren kann in den verbleibenden fünf Wochen der Saison 2019 / 2020 noch viel, auch klar. Doch mit seinem ersten Saisonsieg im Super-G von Saalbach hat sich Aleksander Aamodt Kilde selbst zum Gamechanger gemacht. Galt der charismatische Hüne bislang als Außenseitertipp im Gesamtweltcup, der sich mit seinen konstanten Spitzenresultaten in vier Disziplinen (aber eben ohne Siege!) beharrlich im Windschatten der Favoriten Kristoffersen und Pinturault hielt, so sind sie es jetzt, die aufholen müssen. Eine Analyse der weiteren Rennverteilung nach Disziplinen zeigt: Nur in den drei noch ausstehenden Spezialslaloms – inklusive Finale – sind Kristoffersen und Pinturault unter sich und können ungehindert punkten. Denn im Riesenslalom fuhr Kilde zuletzt jeweils in die Top 6 (noch vier Rennen), in den beiden Kombinationen bisher war er Zweiter und Achter, im Super-G (noch drei im Programm) führt er die Disziplinenwertung an und in den letzten beiden Saison-Abfahrten kann er gegenüber seinen Kontrahenten um die große Kristallkugel punktemäßig aus dem Vollen schöpfen. Bedeutet: Aleksanders Poleposition vor der Finalphase im Gesamtweltcup ist keine Momentaufnahme, sondern eine echte Perspektive.

RACE MANAGER HÖFLEHNER: „ER MACHT SEHR VIEL RICHTIG ...“
Aleksander Aamodt Kilde ist gerade dabei, ein Grundprinzip des Skirennsports zu widerlegen: Dass ein Erfolg im Gesamtweltcup immer nur die Konsequenz vieler „Big Points“ aus Einzelsiegen sei. „Am Ende gewinnt der, der die meisten Punkte hat. Im Moment ist das Aleks, was sich schon am Wochenende in Japan wieder ändern kann. Egal, wie das am Ende ausgehen wird: Nach einem Materialumstieg in vier Disziplinen so stark zu performen, das sagt alles über ihn aus – über ihn und seinen Servicemann Tom Bürgler. Normalerweise brauchst du eine Saison, um dein Setup beisammen zu haben. Aleks trägt jetzt 13 Rennen vor Schluss mit einem Saisonsieg in der Tasche das rote Trikot, wirklich beeindruckend. Er macht sehr viel richtig. Bevor er diese Woche zum RTL nach Yuzawa Naeba nach Japan fliegt, arbeiten wir an der Strategie, was wir für die verbleibenden Rennen und schon in Hinblick auf die kommende Saison optimieren können. Aleksander hat sein Potenzial als Allrounder noch lange nicht ausgeschöpft und wir sind alle gespannt, wie sich der Saalbach-Sieg auf seine weitere Performance auswirkt.“

JUNGE REDSTER-LADIES HALTEN DIE ATOMIC-FAHNE HOCH
Mikaela Shiffrin fehlte in Kranjska Gora nach dem Tod ihres Vaters, Sofia Goggia wegen der Verletzung. Umso erfreulicher, dass die jungen Redster-Ladies die Atomic-Fahne hochhielten: Chiara Mair (6.) und Magdalena Fjällström (10.) erzielten das beste Slalom-Ergebnis ihrer Karriere, sechs Athletinnen waren im zweiten Lauf am Start. Christian Höflehner: „Macht Riesenfreude, die Dichte an Athletinnen, die schon dabei sind, sich in der absoluten Weltspitze zu etablieren.“
#weareskiing