TINA, MARCEL: IHRE SPÄTEN GESCHENKE

RACE DEC 30, 2015

TINA, MARCEL: IHRE SPÄTEN GESCHENKE

RACE DEC 30, 2015

Race

DEC 30, 2015

Rückblick und Ausblick. Für Tina Weirather gab es in der letzten Woche des Jahres das erhoffte Wiedersehen mit dem Podest, für Marcel Hirscher ein unverhofftes mit Redster GS Rennski Nr. 22. Die erste Etappe im großereignisfreien Winter 2015/2016 ist für das Atomic-Team erfolgreich absolviert, jetzt kommen die großen Klassiker.

Zum Beispiel - Ladies first, vor der Haustür des Atomic-Headquarters. Am 9. und 10. Jänner springt Zauchensee mit Abfahrt und Super-G für St. Anton ein. Spätes Weihnachtsgeschenk für Tina Weirather, die am Gamskogel stets Höchstleistungen bringt. 2007 ging ebendort ihr Stern als Junioren-Weltmeisterin (Abfahrt) und -Vize-Weltmeisterin (Super-G) auf. Die Formkurve zeigt aktuell steil nach oben: Beim RTL in Lienz verpasste die 26-Jährige ihren 5. Weltcupsieg nur um 12 Hundertstel.

MIKAELAS WEIHNACHTSWUNDER: COMEBACK IN MARBURG?

Am 12. Jänner steigt mit dem Slalom-Klassiker von Flachau bereits das nächste Heimspiel. Dort will sich Atomic-Komplettathletin Michaela Kirchgasser (Helm, Brille, Schuh, Bindung und Ski – alles made in Altenmarkt), ihren Speed nicht nur auf den Schnee, sondern auch ins Ziel bringen, was im Lienz-Slalom nach drittem Platz zur Halbzeit leider misslang. Nach wie vor fehlen wird in der Flachau die Siegerin von 2013 und 2014, Mikaela Shiffrin.Die Weltmeisterin und Olympiasiegerin unterzieht sich nach ihrer Knochenprellung samt Innenbandverletzung gleich nach dem Jahreswechsel allerdings weiteren Untersuchungen. Das Best Case-Szenario: Rückkehr in den Weltcup Ende Jänner in Marburg. Atomic Race Director Christian Höflehner:

 

“Eine Knochenprellung ist immer unberechenbar. Ein Comeback in Marburg wäre ein sehr schönes, sehr spätes Weihnachtsgeschenk.”

SIEGERSKI AUFGETAUCHT: UNVERSEHRT UND BALD EINSATZBEREIT

Ein solches hat Höflehner unterdessen Marcel Hirscher und dessen Servicemann Edi Unterberger überbracht: Der Redster Rennski mit dem internen Code 22, im übervollen Zielraum von Alta Badia am 20. 12. unter mysteriösen Umständen abhandengekommen, befindet sich wieder dort, wo er hingehört: in der Obhut von Service-Guru Unterberger. Der Siegerski von Val d’Isère und Alta Badia (2. Lauf) war am 24. Dezember von einem Skilehrer und seinem Sohn nahe der Talstation, keine 200 Meter vom Ziel entfernt, gefunden und identifiziert worden. „Die Ski dürften unversehrt sein. Womit die Vermutung nahe liegt, dass ein Souvenirjäger am Werke war, der dann kalte Füße bekam“, glaubt Christian Höflehner, der die wertvolle Fracht nach Sicherstellung durch die Carabinieri persönlich abholte. Lohn für die ehrlichen Finder: zwei nagelneue Paar Atomic.

KRISTALL-DUELL: MARCEL KANN DEN RÜCKSTAND SCHNELL DREHEN

Der Weltcup kommt gleich im neuen Jahr in eine spannende, vielleicht vorentscheidende Phase. Nach je sieben Speed-und Technikbewerben beträgt der Rückstand für Marcel Hirscher in der Gesamtwertung 15 Punkte. Den er in den ersten drei Rennen 2016 (Slalom in Santa Caterina am 6., Riesentorlauf und Slalom am 9. und 10. in Adelboden) in einen soliden Vorsprung, vielleicht schon in eine Vorentscheidung zu seinen Gunsten, drehen kann! Racing Director Höflehner analysiert: „Aksel Lund Svindal und Marcel fahren üblicherweise konstant zumindest aufs Podium. Beide haben jeweils einmal in der Domäne des anderen Big Points geholt. Der Jänner mit den vielen Slaloms wird wichtig für Marcel. Am Ende wird der vorne sein, der sich weniger Fehler leistet.“