Tausend Gründe warum ich in den Bergen bin – Anni Meixner und ihre Leidenschaft für den Wintersport.

ALPINE JAN 25, 2021

Tausend Gründe warum ich in den Bergen bin – Anni Meixner und ihre Leidenschaft für den Wintersport.

ALPINE JAN 25, 2021

Alpine

JAN 25, 2021

Anni Meixner lebt für die Berge. In spannenden und herausfordernden Zeiten verrät sie wie der Sport sie körperlich und mental gesund hält.

Die Liebe zum Skisport wurde Anni Meixner buchstäblich in die Wiege gelegt. Mit einem Skilehrer als Opa und einer generell sehr skiverrückten Familie dauerte es nicht lange bis Anni das erste Mal auf den Brettern stand. Schon mit 2 Jahren wedelte Anni mit ihrer großen Schwester Linda die Talbafahrt in ihrem Heimatort hinunter. „Heute lachen wir manchmal darüber und sagen, bei uns kannst du kaum Laufen und du stehst schon auf den Ski.“

Neben ihrem Hauptberuf ist Anni leidenschaftliche Bergretterin und Hundeführerin. Jede freie Minute widmet sie ihrem Hund Buddy, mit dem sie wöchentlich trainiert um sich selbst und ihren treuen vierbeinigen Begleiter fit zu halten. „Mir macht es Spaß zu sehen, wie Buddy Fortschritte macht. Er freut sich schon, wenn ich meinen Bergrettungs Overall anziehe, denn dann weiß er, es geht ab ins Training.“

In ihrer Jugend war Anni Meixner eine aktive Rennläuferin, heute schnallt sie sich lieber zwei leichtere Bretter an und plant die nächste Skitour. Dabei steht für sie die Sicherheit an oberster Stelle: „Das Wichtigste ist, dass man sich auf eine Skitour im Gelände gut vorbereitet. Den Lawinenlagerbericht ebenso den Wetterbericht anschaut, dies aber nicht nur am Tag der Tour, sondern die Tage zuvor. Geht man im Gelände auf Skitour, muss man sich bewusst sein, dass nicht nur der Aufstieg Kondition verlangt, ebenso sollte man zuvor schon mal im Gelände Skigefahren sein und sich wohl fühlen und sicher auf den Skiern stehen. Zu empfehlen ist, dass man die erste Skitour auf einer gesicherten Piste absolviert, um ein Gefühl der Tourenausrüstung zu bekommen. Skiausrüstung kann man nicht mit Tourenausrüstung vergleichen.“

Eine Packliste von Anni Meixner sieht wiefolgt aus: Sonde, LVS am Körper, Schaufel, Stirnlampe, ein zweites Paar Handschuhe, eine zweite Mütze, Helm, etwas zu Trinken, ein zweites Shirt und ein kleiner Snack.

Allen HobbyfahrerInnen kann sie versichern, dass auch in ihr kein Meister vom Himmel gefallen ist. Auch sie lernt jeden Tag Neues und muss oft auf ihren Körper horchen, was gerade nach ihrer Verletzung im Oktober noch wichtiger ist als zuvor.
Sport ist Medizin! Nach diesem Motto gestaltet Anni auch ihren Alltag. Jeden Tag vor der Arbeit geht sie mit Buddy joggen, macht Yoga und ein paar Kraftübungen. Wenn sie dann in den Bergen unterwegs ist muss es nicht zwingend immer ein Berggipfel sein. „Nicht jeder Tag ist gleich und manchmal ist man einfach unmotiviert und es tut einfach gut eine kleine Runde an der frischen Luft gewesen zu sein.“ Wenn sie über ihren Antrieb und ihre Motivation spricht, so kann sie nur betonen dass sie den Sport den sie liebt freiwillig ausübt ohne sich dabei gezwungen zu fühlen. Klar darf der Wettkampfgedanke und das Ausloten ihrer Grenzen ab und an nicht fehlen, aber gerade durch die Corona Situation kann sie sich voll und ganz auf ihre Gesundheit konzentrieren. Die aktuell sportlich sehr schweirige Zeit betrachtet Anni allerdings nüchtern. Ihr hilft die Umstände so zu nehmen wie sie kommen. Sie passt sich der Situation so gut es geht an, und versucht oft in die Natur zu flüchten um sich auf das Hier&Jetzt zu konzentrieren. Eine Mentalität die dem/der einen oder anderen Coronageplagten da draußen sicher gut tun würde!