SO SCHÖN! STEPHANIE: IHR 1. SIEG SOFIA: SO GEHT TRAUM-COMEBACK

ALPINE JAN 29, 2019

SO SCHÖN! STEPHANIE: IHR 1. SIEG SOFIA: SO GEHT TRAUM-COMEBACK

ALPINE JAN 29, 2019

Alpine

JAN 29, 2019

Ganz großer Sport in Garmisch: Trotz starker „Gegenparty“ in Kitzbühel – an diesem Wochenende haben die Atomic Speed-Ladys die großen emotionalen Momente geliefert! 42 Jahre nach Atomic-Jahrhundertskirennläuferin Annemarie Moser-Pröll hat Redster-Racelady Stephanie Venier einen Garmisch-Bann gebrochen – und als Österreicherin wieder die Abfahrt gewonnen. Debutsieg im Weltcup nach einer echten Mega-Saison. So knapp vor der WM, so schön: Sofia Goggia war nach kompliziertem Knöchelbruch erstmals wieder am Start. Sie kam, sah und wurde zwei Mal Zweite! So geht Traum-Comeback. Die irre Insider-Story dahinter: Während Sofia Goggia verletzt war, hat ein Atomic-Spezialistenteam ihre Redster-Speedski so beansprucht, als wäre sie ganz normal am Start gewesen. Abgefahren: Ihr Equipment war sogar ohne sie bei den Nordamerika-Rennen …

Die ganze Ski-Welt gönnt es der smarten Tirolerin! Sie fährt seit dem Weltcupauftakt eine geniale Saison – ausgerechnet in Garmisch, wo seit der legendären Annemarie Moser-Pröll vor 42 Jahren bizarrer Weise nie wieder eine Österreicherin die Weltcup-Abfahrt gewonnen hat, ausgerechnet dort feierte die Redster-Lady Stephanie Venier den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere. Und das Gefühl sei, sagte sie im Ziel, exakt so, wie ihre Teamkolleginnen ihr gesagt hätten: „In Worten nicht zu beschreiben.“
Auch nicht nötig, Stephies Strahlen sagte mehr als tausende Worte.

DAS TRAUM-COMEBACK VON SOFIA UND WER IHRE SKI BESCHÄFTIGTE
Auch jenes von Atomic-Speedqueen Sofia Goggia. Drei Monate war sie jetzt wegen eines komplizierten Knöchelbruchs außer Stande, ernsthaft zu trainieren. Erst kürzlich kehrte sie auf Schnee zurück – und demonstrierte auf der für ein Comeback äußerst ungünstigen (eisigen, schwierigen, gefährlichen) Strecke in Garmisch, wie ein Traum-Comeback aussieht. Sie kam, startete und wurde in Super G und Abfahrt auf Anhieb zwei Mal Zweite. Das fasziniert auch ihren Atomic-Teamchef Christian Höflehner: „Da fehlen mir die Worte – jeder hat gesehen: Sofia ist in beiden Rennen auf vorsichtiges Herantasten gefahren, mit viel Reserve. Steigt Ende Jänner praktisch ohne Training ein, wird zwei Mal Zweite – das ist ein Statement.“

Wie ist das möglich? Höflehner: „Sofia ist im Speed-Bereich eine Ausnahmeathletin. Ähnlich wie Mikaela Shiffrin in Slalom und Riesenslalom. Dann gibt es noch eine Insiderstory, was Sofias Material angeht…“ Die da wäre? „Während Sofia verletzt war, hat ein komplettes Team bestehend aus ihrem Servicemann Federico Brunelli und unserem Atomic Speed-Testteam jetzt über Monate darauf geachtet, dass ihre Ski allesamt ständig auf Schnee waren. Sie wurden gefahren, gewachst, getunt, als wäre Sofia ganz normal am Start – das Equipment war sogar drei Wochen ohne Sofia, nur mit Servicemann Federico und unseren Test-Experten, in Nordamerika, obwohl sie natürlich gar nicht am Start war.“

EIN SPEEDSKI WILL BEWEGT WERDEN – NUR SO WIRD ER SCHNELL
Abgefahren! Was so metaphysisch klingt, habe laut Höflehner einen ganz pragmatischen Grund: Speed-Skier würden erst durch möglichst oftmalige Wiederholung von Speed-Einsätzen und Präparierung richtig schnell. Der Atomic Race Manager: „Anders als bei Slalom- und RTL-Skiern, wo permanent neue Modelle zu den Läufern kommen (manchmal über Nacht), kann man mit einem nagelneuen Abfahrtsski frisch aus der Skipresse kein Rennen gewinnen. Sie müssen gefahren, gewachst, gebürstet, abgezogen werden, immer und immer wieder, über diese Routine werden Speed-Skier erst rennfit. Und damit Sofia, die vor Saisonbeginn schon ausgefallen ist, da nicht bei null beginnt, wurde ihr Redster-Equipment die ganz Zeit so beansprucht, als wäre sie in jedem Rennen ganz normal am Start gewesen. Ein irrer Aufwand, das stimmt, aber ihr Traum-Comeback zeigt, dass es sich ausgezahlt hat.“

DIE WICHTIGSTEN GLÜCKSMOMENTE VON KITZBÜHEL
Ein Glücksmoment war die Freude von Marcel Hirscher über Platz 2 am Ganslernhang. „Platz 2 ist eine super Leistung. Überhaupt, wenn er durch so einen Superlauf wie Marcels zweiten Durchgang entsteht. Und dadurch, dass es in Wengen und Kitzbühel in den ersten Läufen nicht so easy ging und Marcel nach einem Material-Switch die Rennen dann noch jedes Mal gedreht und beinahe gewonnen hat, werden die Siege wertiger und weniger selbstverständlich – das tut allen gut“, sagt Christian Höflehner. Wer ihn noch froh gemacht hat in Kitzbühel, ist Atomic Future-Star Daniel Danklmair: „Europacup-Abfahrt gewonnen – und mit Platz 5 im Weltcup bestätigt: I am ready! Ich lehne mich aus dem Fenster: Daniel ist ein Siegertyp, keiner, der auf ewig zwischen Platz 10 und 20 landen will und wird.“ Wie Marco Schwarz, der im Slalom auf Platz 5 kam. Mit zwei sehr soliden Läufen nicht am äußersten Limit. Adrian Smiseth Sejersted ließ im Super G die Sensation mit kleinen Fehlern liegen; ist aber, wie Mauro Caviezel, in Lauerstellung für eine absolute Spitzenplatzierung.

Die letzten Rennen vor der Ski-WM in Aare: Hirscher, Schwarz, Feller und Co. sind schon ready für das nächste Heimrennen, das Nightrace Schladming am Dienstag. Am Wochenende steht Garmisch (Abfahrt und RTL) auf dem Programm, bei den Damen Technik-Bewerbe in Maribor (SLO).

#weareskiing