SLALOM-DEBÜTSIEG: „BLACKY“ STARTET IM ROTEN TRIKOT INS „CLASSIC-TRIPLE“

ALPINE JAN 11, 2021

SLALOM-DEBÜTSIEG: „BLACKY“ STARTET IM ROTEN TRIKOT INS „CLASSIC-TRIPLE“

ALPINE JAN 11, 2021

Alpine

JAN 11, 2021

Er ist immer besonnen drangeblieben. Auch nach seinem Kreuzbandriss. Und jetzt hat sich die Geduld bezahlt gemacht: Marco Schwarz, der Atomic-Athlet mit mega-schnellem Schwung, hat auf dem „Chuenisbärgli“ in Adelboden mit seinem ersten Weltcupsieg ein für ihn wesentliches Etappenziel erreicht. Wengen – Kitzbühel – Schladming: Marco startet jetzt im Roten Trikot ins Classic-Triple 2021. Zündet er die „Blacky-Rakete“?

Als Marcel Hirscher im Skliweltcup alles und alle überstrahlte, da blieb Marco Schwarz gelassener als die allermeisten. Wissend, dass seine große Zeit noch kommen würde. Eigentlich war die große Zeit in der Saison 2018 / 2019 schon angebrochen gewesen, bis zum unzumutbaren Zielsprung im KombiSuper-G von Bansko, der ihn im Februar 2019 hart aus dem Flow riss – Kreuzbandriss, Meniskus hin! „Nach so einer schweren Knieverletzung dauert es einfach, bis du wieder auf dem Level bist, auf dem du davor warst“, weiß Christian Höflehner, Atomic Global Race Manager, aus sehr vielen Karrieren.

ZÜNDET MARCO JETZT DIE „BLACKY-RAKETE“?
Jetzt ist das begnadete Ski-Multitalent Marco Schwarz im Slalom wieder zurück in der Zukunft: Sieg in Adelboden, sein erster im Weltcup, nach sieben Podestplätzen und mehreren Halbzeitführungen. Das Timing könnte besser nicht sein: Denn ins „Classic-Triple“ mit Wengen, Kitzbühel, Schladming startet Marco im Roten Trikot des aktuell weltbesten Slalomläufers, das er in Adelboden nahtlos von AtomicBuddy Manuel Feller (diesmal ausgeschieden) übernommen hat.

“Alta Badia, Madonna, Zagreb – die letzten drei Slaloms waren von den Bedingungen her alle nicht optimal für Marco, weil er aggressivere Verhältnisse braucht. In Adelboden hat er sie prompt genützt. Vielleicht der entscheidende Funke für den Debütsieger, um in den kommenden Klassikern erneut die „Blacky-Rakete“ zu zünden... ”

Christian Höflehner, Atomic Global Race Manager

ATOMIC-TEAM: JUBEL UND WERMUTSTROPFEN
Sein Premierensieg war der versöhnliche Abschluss einer emotionalen Hochschaubahn für das Team am Wochenende. Höflehner: „Aleks Aamodt Kilde ist in den Riesentorläufen als Vierter und Fünfter im Gesamtweltcup im Windschatten von Alexis Pinturault geblieben, Filip Zubcic mit zwei starken Rennen endgültig in der absoluten RTL-Weltspitze angekommen. Richtig bitter sind aber die Verletzungen von Mauro Caviezel und Lucas Braathen! Für Lucas ist die Saison leider vorbei; bei „Mr. Recovery“ Mauro hoffen wir, dass er sich auch diesmal wieder schnell von seiner Gehirnerschütterung und Seitenband-Verletzung erholt. Keiner kommt im Normalfall so schnell so stark wieder zurück wie er.“

Die Rennlinie von Sofia Goggia in der Abfahrt von St. Anton war für Höflehner „das Brillanteste, was es im Damen-Speedbereich seit langem zu sehen gegeben hat: eine unglaubliche Fahrt, die Sofia bei ihrem Sieg in den Schnee gezaubert hat.“ Wieder vor Atomic-Athletin Breezy Johnson (3.) und Ester Ledecka (4). Angesichts dessen ist Sofias Ausfall im Super G verschmerzbar: „Kann passieren, Sofia geht immer volles Risiko und es ist wichtig, dass sie das beibehält.“

Für die Damen geht es am Dienstag mit dem Nacht-Slalom in Flachau weiter – die Herren reisen jetzt zum Klassiker am Lauberhorn nach Wengen.

#weareskiing