MIKAELA & MARCEL CARVTEN IHREN SELBSTZWEIFELN DAVON

ALPINE NOV 19, 2018

MIKAELA & MARCEL CARVTEN IHREN SELBSTZWEIFELN DAVON

ALPINE NOV 19, 2018

Alpine

NOV 19, 2018

Nun hat es die Konkurrenz quasi amtlich: An den Alpin-Größen unserer Zeit ist die wettkampffreie Periode ziemlich spurlos vorübergegangen. Marcel Hirscher und Mikaela Shiffrin schicken sich an, auch den WM-Winter 2018/19 von der Spitze weg zu diktieren. Im finnischen Levi carvten die Redster-Rockets zu ihrem jeweils 3. Slalomsieg in Serie und zum 3. Triumph am finnischen Polarkreis nach 2013 und 2016.

Bei Wind und frühlingshaften Temperaturen fuhr Mikaela am Samstag den Rivalinnen und allen Selbstzweifeln davon – Slalomsieg Nummer 33, nur mehr zwei trennen sie von ihrem Idol Marlies Schild. „Ich bin sehr kurzfristig aus Colorado angereist, litt an den Auswirkungen des Jetlags. Es gab Momente der Unsicherheit. Auch noch im Rennen. Aber ich habe trotz einer Schrecksekunde oben nicht aufgehört zu kämpfen. Jetzt fühlt sich der Sieg großartig an.“ Sprach’s, herzte ihr neues Rentier „Mr. Gru“ und flog per Privatjet zurück, um sich mit ihrem neuen Servicemann Johann Strobl in Killington auf die Heimrennen (RTL am Samstag, Slalom am Sonntag) vorzubereiten.

In Levi hatte Mikaela in der „Halbzeit“ ein phänomenales, am Ende ein immer noch sehr erfreuliches Redster-Ergebnis angeführt: Katharina Gallhuber überzeugte trotz respektvoller Steilhangfahrt im Finale als 7., die beiden Atomic-Debütantinnen Marina Wallner (9. nach dem 1. Durchgang) und Magdalena Fjällström (11.) zeigten als 14. bzw. 21. auf Anhieb ihr Potenzial. Die Schwedin lieferte ihr bestes Ergebnis seit 2014 Jahren ab, Katharina Huber rundete den Kickstart als 20. (Halbzeit-12.) ab.

MARCEL KONTERT ATTACKE MIT NÄCHSTER REDSTER-EVOLUTION

Im ersten Herren-Slalom klassierten sich gleich drei Redster-Piloten in den Top-10. Manuel Feller (9.) und Marco Schwarz (10.) haderten mit Fehlern, Marcel Hirscher jedoch carvte unbeirrt von Vaterschaft und Schneemangel mit zweimal Laufbestzeit zu seinem 59. Weltcupsieg und dritten Rentier („Mr. Snow“). „Ihm fehlen gegenüber der Konkurrenz sicher 20 Trainings- und Testtage. Und trotzdem hat er wieder abgeliefert. Unnachahmlich! Bei Manuel und Marco hätte man aufgrund der Trainingsleistungen vielleicht sogar noch eine Nuance mehr erhoffen können“, bilanziert Atomic Race Director Christian Höflehner, dessen Crew nach einem Temperatursturz um acht Grad mit unerwartet eisigen Bedingungen zurechtkommen musste. Marcel löste die Problematik, indem er im Finale zu einer neuen Generation von Redster-Ski griff. Höflehner: „Der Materialwechsel war die richtige Entscheidung. Dadurch konnte er den Generalangriff von Henrik Kristoffersen genial kontern. Eigentlich eine Wiederholung der letzten Saison: Henrik liefert etwas ab, von dem niemand glaubt, dass man es toppen kann. Dann kommt Marcel und tritt den Gegenbeweis an.“ 

Weltcupleader Hirscher hebt am nächsten Montag Richtung Colorado ab, am kommenden Wochenende wird die Speedsaison mit Abfahrt und Super-G in Lake Louise eröffnet.

#weareskiing