MIKAELA & MARCEL AUF DEN SPUREN DER ALLERGRÖSSTEN

ALPINE JAN 05, 2018

MIKAELA & MARCEL AUF DEN SPUREN DER ALLERGRÖSSTEN

ALPINE JAN 05, 2018

Alpine

JAN 05, 2018

Vier Tage ist das neue Alpinjahr alt - aber die Redster Race Family hält bereits bei drei Siegen. Hundert Punkte für Mikaela Shiffrin in Oslo, hundert weitere für sie und Marcel Hirscher am Sljeme. Dort verstand es vor allem der sechsfache Gesamtweltcupsieger, seinen 4. Zagreb-Streich so richtig auszukosten: 5. Saisontriumph, aber vor allem: 50. Weltcupsieg, mit Alberto Tomba als 3. der ewigen Bestenliste gleichgezogen.

Schon möglich, dass Marcel Hirscher auch Atomic-Legende Hermann Maier (54 Siege) noch vor Beginn der Winterspiele 2018 gefährlich wird. Vor allem dann, wenn ihm das Hundertstelglück treu bleibt - am Sljeme hielt der 28-Jährige die Konkurrenz auf seinem Redster S9 um 0,05 bzw. 0,11 Sekunden auf Distanz. "Im letzten Winter war's umgekehrt. Ich hätte nie gedacht, dass diese Hundertstel einmal wirklich retour kommen." Wobei Marcel, der sich tags zuvor noch an der Wirbelsäule behandeln hatte lassen, im Finale ungewöhnlich lang brauchte, um auf Touren zu kommen. "Oben war's ein Kas', dann musste ich voll auf Angriffsmodus schalten." Was vortrefflich gelang. "Marcel ist einfach ein Phänomen. Auch wenn's manchmal eng wird – am Ende reißt er das Ding doch noch. Was mich freut, ist, dass wir ihn bei den herausfordernden Bedingungen im 2. Lauf mit einem Ski, der im Flachen viel Schub entwickelt, sehr gut unterstützen konnten", resümiert Atomic Race Manager Christian Höflehner. Am Ende wurde der Weltcupleader (94 Punkte Vorsprung) zum 4. Mal zur Snow-Queen (sic!) gekrönt.

Ímage Hirscher

“Im letzten Winter war's umgekehrt. Ich hätte nie gedacht, dass diese Hundertstel einmal wirklich retour kommen.”

Marcel Hirscher

In Marcels Sog lieferte die Atomic-Slalom-Fraktion ein Top-Teamergebnis ab: 6 in den Punkterängen, 5 in den Top-20, Manuel Feller so gut platziert wie noch nie in einem Weltcuptorlauf (4.) - nach zweitbester Laufzeit im Finale.

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Am Mittwoch hatten die Krönungsfeierlichkeiten mit Mikaela Shiffrin nach ihrem 3. Zagreb-Sieg ihren Anfang genommen. Die 22-Jährige gewann nach dem City-Event am Holmenkollen auch das 2. Damenrennen des Jahres - mit überzeugenden 1,59 Sekunden Vorsprung. Noch imposanter: Die Olympiasiegerin beendete 23 ihrer letzten 24 Torläufe auf dem Podium. Nur drei Weltcup-Ikonen können auf noch längere Podestserien verweisen (Stenmark: 36 in 37 Slaloms; Schneider: 26 in 27 Slaloms; Annemarie Moser-Pröll: 24 in 25 Abfahrten). Die monumentalen 571 Punkte Vorsprung im Gesamt-Weltcup erlauben in Hinblick auf Olympia eine taktischere Einsatzplanung. Christian Höflehner: "Speedseitig stehen bei Mikaela im Jänner voraussichtlich nur die Rennen in Cortina auf dem Programm."

Aufhorchen ließen in Zagreb auch die jungen ÖSV-Atomic-Girls: Katharina Gallhuber (20) bahnte sich mit Rang 6 (bestes Karriereergebnis) den Weg in die 1. Startgruppe, Katharina Huber (22) markierte im Finale die viertbeste Laufzeit, Julia Grünwald überraschte beim Comeback mit Halbzeitrang 15.

Die nächsten Chancen auf Redster-Heldentaten bieten sich bei den technischen Bewerben in Kranjska Gora (Damen) und Adelboden (Herren/jeweils 6. und 7.1.)

#weareskiing