DIE BACKLAND SPORTLER BEI DEN WELTMEISTERSCHAFTEN AM GIPFEL

BC TOURING MAR 18, 2019

DIE BACKLAND SPORTLER BEI DEN WELTMEISTERSCHAFTEN AM GIPFEL

BC TOURING MAR 18, 2019

BC Touring

MAR 18, 2019

Die 10. ISMF Weltmeisterschaft der Skibergsteiger in Villars-sur-Ollon/Schweiz ist der Saisonhöhepunkt im Rennkalender des Skibergsteigens. Die Atomic Backland Athleten schafften es sich hervorragend in Szene zu setzen und gesamt 6 Medaillen auf das Backland-Konto zu verbuchen. Bemerkenswert die Leistung der stark nachdrängenden Nachwuchs Espoirs-Sportler, die mit ihren Erfolgen ein Versprechen für die nahe Zukunft abgeben.

Die Entscheidungen in den Disziplinen Sprint, Individual und Vertical sind bereits bis zur Wochenmitte gefallen. Auf die schwierige Wettersituation in der Westschweiz konnten die Atomic Sportler mit dem Material gut reagieren und an jedem Tag stark punkten. Im Sprint-Bewerb errang bei den Seniors der Schweizer Iwan Arnold Rang 2 und konnte nach Bronze bei der WM 2015 und Gold bei der WM 2017 seine Edelmetall-Sammlung komplettieren. Im Individualrennen gelang in der U23 Klasse Espoirs dem Italiener Davide Magnini Gold (gesamt 6.) und dem Franzosen Samuel Equy Silber (gesamt 7.) ein Doppelsieg. In der Gesamtwertung ging in dem erfolgreichen Wettkampf noch Rang 11 an den Österreicher Armin Höfl, Rang 12 an US Racer John Gaston und Rang 14 an den Schweizer Iwan Arnold.

Das Vertical brachte dann eine Wiederholung des Doppelsieges bei den Espoirs, diesmal mit vertauschten Plätzen. Samuel Equy lief mit einer gewaltigen Leistung ganz nach oben auf das Podest (gesamt 7.), Davide Magnini in seiner eigentlich stärksten Disziplin auf den Platz des Vize-Weltmeisters (gesamt 9.). Der Deutsche Toni Lautenbacher raste auf den hervorragenden 6. Gesamtrang, der Österreicher Armin Höfl auf Platz 10 und der Amerikaner John Gaston auf Rang 13 rundeten ein erneut hervorragendes Ergebnis ab. Iwan Arnold konnte am Abschlusstag auch noch mit einer Top-Leistung im Staffelrennen aufzeigen. Das Schweizer Team hatte zwar die zweitbeste Laufzeit, wurde aber wegen eines technischen Fehlers mit einer Zeitstrafe belangt und auf Platz 4 zurückgereiht. Samuel Equy profitierte davon mit dem französischen Team und konnte überraschend eine weitere Sibermedaille entgegennehmen.

Die Kommentare der Athleten zu Ihren Leistungen bei der WM:
Iwan Arnold zu seinem Sprint-Erfolg:
Der Sprintspezialist lieferte ein präzises und gut kalkuliertes Sprintrennen ab, musste sich nur seinem Landsmann Arno Lietha geschlagen geben: „Es war ein schwieriges Rennen, aber ich konnte es mir gut einteilen. Arno war unschlagbar, ich hatte nicht die Beine ihn wirklich zu fordern, aber mein Material war super. Ich hatte mit meinen Fellen bei den sehr glatten Bedingungen immer perfekten Grip.“

Davide Magnini nach seinen Erfolgen im Individual und Vertical:
Der 21-jährige Italiener kämpfte zuletzt mit einer Entzündung im Sprunggelenk, die er gerade noch rechtzeitig vor der WM in den Griff bekommen konnte: „Mit meiner Leistung im Individualrennen bin ich sehr zufrieden, obwohl ich Probleme mit meiner Bindung hatte, was vielleicht den Sprung auf das Podest in der Gesamtwertung verhindert hat. Das Vertical-Rennen war mir zu flach, mein Knöchel begann wieder zu schmerzen. Erst als es vor dem Ziel steiler wurde, konnte ich an Tempo zulegen und noch den 9. Gesamtrang sichern.“

Samuel Equy zu seiner erfolgreichen Woche mit 3 Medaillen:
„Ich bin wirklich glücklich, dass die Form bei den wichtigsten Rennen des Winters zurückgekommen ist. Vor dem Start des Individuals habe ich schon gespürt, dass die Beine gut sind. Ich wollte die ersten Anstiege nicht zu hart laufen, um die letzten beiden Bergaufpassagen noch stark zu sein. Mit dem 2. Platz in der Espoirs-Klasse und vor allem aber mit dem 7. Platz gesamt war ich absolut zufrieden. Ich muss ehrlich sagen, das Vertical hat mich überrascht. In den flachen Abschnitten funktionierte meine Technik und mich dann schon nahe der Ziellinie an 7. Stelle gleich hinter den Besten der Disziplin zu finden, das war unglaublich. Bei diesen Ergebnissen kann ich den 4. Platz im Team-Rennen leicht verkraften, und die Silber-Medaille in der Staffel mit meinen 3 Kollegen war emotional die finale Draufgabe“.

Eine weitere Empfehlung für die Zukunft gab der erst 17-jährige Kärntner Paul Verbnjak ab. Mit Platz 10 im Sprint, Platz 8 im Individual und Platz 4 im Vertical konnte er sich im Verlauf der WM stetig verbessern und in der Weltspitze seiner Klasse Juniors, in der er überdies der jüngste Jahrgang ist, mithalten.

Die Backland-Skibergsteiger haben wenig Zeit für eine Verschnaufpause. Bereits am nächsten Wochenende startet in Disentis in der Ostschweiz der nächste ISMF Weltcup.