BRONZE FÜR MARCO: MENTAL METAL FÜR TECHNIK-RENNEN.

ALPINE FEB 13, 2019

BRONZE FÜR MARCO: MENTAL METAL FÜR TECHNIK-RENNEN.

ALPINE FEB 13, 2019

Alpine

FEB 13, 2019

Sein Sieg in der einzigen Kombination des Winters am Lauberhorn machte Redster-Star Marco Schwarz zum Top-Favoriten für die WM-Kombination in Åre. Nach der Abfahrt deutete auch noch alles darauf hin, dass er seiner Rolle gerecht werden würde. Am Ende des ersten WM-Rennens freute sich Blacky über eine gewonnene Bronzemedaille. Mental Metal für den Atomic-Youngster vor den technischen Bewerben: „Tut gut zu wissen, dass ich eine Medaille habe. Und jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen.“

Man vergisst leicht, dass der Future-Star bei Atomic erst 23 Jahre alt ist. In einem Alter, in dem es auch bei Marcel Hirscher erst so richtig mit dem großen Erfolg losging (und bis heute nicht abriss). Und wenn einer das Potential hat, je auf ähnliche Flughöhe zu gelangen, dann der immer coole, besonnene und freundliche Marco Schwarz, den sie im Team alle Blacky nennen.

Bild 1

SECHS WOCHEN, DIE SEIN LEBEN VERÄNDERT HABEN
Er fährt diesen besonderen Schwung. 2014 stand er in Levi erstmals in einem Weltcuprennen am Start. Und sah, wie in den darauffolgenden sechs Slaloms, das Ziel nicht. Von seinem Konzept des schnellen Slalomschwungs freilich ließ sich der 19jährige schon damals nicht abbringen. Im darauffolgenden Winter fuhr er dafür im zweiten Rennen schon erstmals auf das Podium: Platz 3 in Madonna di Campiglio. Dort, wo er in diesem Winter seine neue Ära einleitete – seit Platz 2 im Slalom-Klassiker ist Marco endgültig in den Kreis der ständigen Sieganwärter aufgenommen. In Oslo gewann er am Neujahrstag das City-Event (erster Weltcupsieg), in Wengen die Lauberhorn-Kombination – und dazwischen ließ Blacky immer wieder aufleuchten, was für ein grandioser Skirennläufer er ist. Mit zwei Halbzeitführungen in den Slaloms von Zagreb und Adelboden, mit einer heroischen RTL-Performance, mit soliden Rennen und Top-Platzierungen.

Bild 2

Irgendwie hat man bei ihm das Gefühl, er ist die Relaxtheit in Person. „Das ist er auch“, bescheinigt ihm Atomic-Teammanager Christian Höflehner: „Wenn ein Athlet in der Ära eines Großen heranreift, wie es bei allen der Fall ist, die im Zeitalter Marcel Hirscher im Weltcup Fuß zu fassen versuchen, gibt es zwei Kategorien von Rennläufern: Die, die versuchen den Superstar zu kopieren, es nicht schaffen und auf dem Weg dann ungeduldig werden, was sie noch mehr aus ihrer Mitte bringt. Und Athleten wie Marco: Er macht sein Ding, weil er weiß, dass sein Zeitalter zwar schon angebrochen, aber noch lange nicht in der Hochblüte ist.“ Nachsatz: Unter dem Aspekt könne man auch sehen, dass die erhoffte Goldene in der WM-Kombi am Ende aus Bronze war – die erste Medaille, allemal ein Grund zum Feiern.

Bild 4

KURZER FRUST, DANN KAM DIE LUST
So sah es Blacky am Ende des Tages auch. Nach der Abfahrt auf Goldkurs, in Teil 1 seines Slaloms auch – dann, unterwegs Richtung Ziel, blieb vor allem im mäßig präparierten Schlussteil Zeit liegen – doch nach kurzem Frust kam bei Blacky wieder die Lust: „Super, im ersten Rennen eine Medaille zu machen. Das befreit, jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen.“

#weÄreskiing