11.03.2013

MARCEL: ZIELSPRINT MIT SUPER G

„Meine Akkus sind voll“, sagt Marcel Hirscher. Aufgeladen mit Edelmetall aus Schladming: Gold im Slalom und im Teambewerb, Vize-Weltmeister im RTL. Und mit edlem Kristall: seit Kranjska Gora steht der Weltmeister auch als konstant bester Slalomfahrer 2012/2013 fest. Und somit als Gewinner jenes „Glasbechers“, der bislang noch nicht in seiner Vitrine stand. 18 Weltcuprennen, 16 Podestplätze und 149 Punkte Vorsprung im Weltcupranking: Marcel ist drauf und dran, seine Saison erneut als Gesamtweltcupsieger zu beenden. Analog zum Vorjahr startet er beim Finale in Lenzerheide auch im Super G. Dreifach hält besser.

Den Entschluss dazu fasste er auf der Heimreise von seinem 160-Punkte-Wochenende in Kranjska Gora: „149 Punkte sind ein brauchbarer Vorsprung, aber: Der Super G beim Finale ist eine zusätzliche Punktechance. Der Versuch, diese Chance zu nützen, war auch im Vorjahr die richtige Entscheidung.“ Zwei erstklassige zweite Läufe in Kranjska Gora haben Marcel nicht nur eine komfortable Ausgangsposition für den Zielsprint in Lenzerheide verschafft, sondern auch die kleine Kristallkugel im Slalom fixiert: „Darüber freue ich mich sehr, die fehlt mir ja noch. Kleine Kugel, große Aussagekraft: Sie bedeutet, dass ich der beste und konstanteste Slalomfahrer des Winter war.“

Stimmt. Und diese Logik ist auch für die große Kristallkugel anwendbar: Marcel Hirscher, neuerlich der beste und konstanteste Skifahrer der Welt. In Saisonrennen 17 und 18 Podestplatz 15 und 16, das sagt alles über Marcel´s Winter. Das allerletzte Wort ist noch nicht gesprochen: „Ein Finale ist ähnlich wie ein Großereignis, es hat eigene Gesetze, hat man im Vorjahr gesehen. Ich gehe locker in die Rennen. Ich habe volle Akkus und Pole Position. Ich bin Doppel-Weltmeister und Vizeweltmeister, hab die Slalom-Kugel: Was noch dazukommt, ist nur Draufgabe und ein Grund mehr, nach der Saison richtig zu feiern.“