11.01.2013

Mikaela Shiffrin: Das Geheimnis ihres Erfolgs

Mikaela Shiffrin. Das neue Siegergesicht im Weltcup. Wie sie fährt und wie sie siegt: Das ist die neue Leichtigkeit im Damenskirennsport. Mika´s Freude am Skifahren ist ansteckend. Und mit drei Slalom-Siegen in ihrer erst zweiten vollen Saison trägt sie jetzt das kostbarste Shirt im Skiweltcup. Farblich passend zum Motto im Atomic-Team: „Ride Redster“.

„Cool: Die nehme ich für die nächste Halloween-Party“, meinte Mika zur stilisierten Hermelin-Robe, in die sie als neue Snow-Queen nach ihrem Sieg in Zagreb gekleidet wurde. Das braucht der Skisport: diese Frische. Mikaela Shiffrin scheint vor allem aus dieser Frische zu bestehen. Auch wenn sie sagt: „Skifahren ist dort, wo meine Sorgen verschwinden.“ Selbst das Wort „Sorgen“ klingt aus ihrem Mund erfrischend. Überhaupt, wenn sie es auf Deutsch sagt. In ihrer neuen Lieblingsdisziplin neben Slalom und Riesentorlauf macht sie mit eigenem Sprachlehrer mächtig Fortschritte - „Deutsch ist schwierig, aber gefällt mir.“ Sie wird es noch oft brauchen, wenn es mit ihr so weitergeht im alpinen Weltcup.

DIE VORBILDER IM EIGENEN RENNSTALL

Im Damen-Rennsport ist ihr Fahrstil schon eine Trademark. Dynamisch, sicher, schnell. Ihre extreme Beschleunigung am Schwungausgang zeichnet sie aus. Ihre Vorbilder? „Die Technik meiner Atomic-Kollegin Marlies Schild habe ich sehr intensiv analysiert“, erklärt Mikaela Shiffrin. Auffällige Parallelen auch zwischen ihr und Marcel Hirscher: Bei beiden entsteht aus der aktuellen Führung im Slalomweltcup eine Favoritenrolle für die Ski-WM.

Beide bleiben – vorerst – bei ihren technischen Kerndisziplinen. Bei beiden sind die Eltern in die Karriere involviert: Während Marcel von seinem Vater Ferdinand zu den Rennen begleitet wird, übernimmt die Vertrauensposition bei Mikaela ihre Mutter Eileen.