FreeSki 03.11.2011

SKIFAHREN IM GROSSFORMAT

Herbstzeit, Kinozeit! Die großen Skifilm-Produzenten haben rechtzeitig zur bevorstehenden Saison ihre neuen Streifen herausgebracht und wieder einmal sind die ATOMIC Athleten in fast allen wichtigen Produktionen vertreten. Besonders in den großen Filmen des Jahres übernehmen sie dabei die Hauptrolle.

Für Skifans gibt es zurzeit nichts Besseres um sich in Stimmung zu bringen als sich einen Skifilm reinzuziehen. Ein toller Soundtrack, fantastische Aufnahmen, großartiger Schnitt und natürlich die atemberaubende Action der besten Skifahrer der Welt. Klar, dass auch die ATOMIC Athleten ihren Eindruck hinterlassen, und nirgendwo wird das augenscheinlicher als im neuesten Film von Teton Gravity Research (TGR) mit dem Titel One For The Road. Die Jungs von TGR sind bekannt für ihre einzigartigen Big Mountain-Aufnahmen. Heuer ist da keine Ausnahme und einmal mehr stehen die ATOMIC Fahrer Dana Flahr, Daron Rahlves, Sage Cattabriga-Alosa, Todd Ligare und Chris Benchetler im Mittelpunkt. Ihr Alaska-Trip mit unglaublich ausgesetzten Linien und riesigen Sprüngen muss man einfach gesehen haben, doch auch den Rest der ATOMIC Crew mit ihren Vorlieben sollte man nicht verpassen. Sven Küenle zeigt seine Big Mountain-Künste im Powder von British Columbia, während Andreas Håtveit, Byron Wells und Mike Riddle die Freestyle-Abteilung dominieren, nicht zuletzt mit einem außergewöhnlichen Trip nach Island.

Es gibt aber neben TGR auch noch andere sehenswerte Filme. Tim Durtschi und Oskari Raitanen stellen ihre Freestyle-Künste in The Grand Bizarre von Poorboyz Productions unter Beweis. Oskari zeigt sich dabei als einer der kreativsten Urban Skier zurzeit mit beeindruckenden Sequenzen in den Städten Skandinaviens. Tim Durtschi tobt sich dagegen lieber in den einsamen Powder-Hängen Alaskas aus und das wie gewohnt mit überragendem Talent für Backcountry-Sprünge. Chris Benchetler spielt derweil eine Hauptrolle in den verschiedenen Webisodes und Filmedits, für die Nimbus Independent so berühmt geworden ist. Mit seinen beeindruckenden Auftritten beweist er einmal mehr, dass er zu den wegweisenden Backcountry Freestylern unserer Zeit gehört. Und auch Dana Flahr hatte letzten Winter einen vollen Terminkalender, denn neben seiner schon erwähnten Rolle bei TGR stand er auch im Mittelpunkt von All.I.Can von Sherpas Productions. Die amerikanischen Newcomer etablieren sich damit auf Anhieb als eine treibende Kraft im Freeski-Filmgeschäft und gewannen beim IF3 Festival in Montreal den Preis für die beste Dokumentation. Warren Millers neuer Film Like There’s No Tomorrow bietet zwei ATOMIC Athleten ebenfalls eine ausgezeichnete Bühne. Caroline Gleich stürmt mit einem fantastischen Powder-Segment in Utah auf die Leinwand, während Daron Rahlves einmal mehr als absolutes Allroundtalent unter den Freeskiern glänzt. Der Amerikaner spielt gleich in zwei Trip-Segmenten die Hauptrolle, einmal in Japan und einmal in Südamerika.

Doch auch in Europa haben sich die ATOMIC Athleten nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Elias Ambühl und Tobi Tritscher demonstrieren ihr herausragendes Können und ihren Style in Lifelong von Aestivation. Die beiden unterstreichen in einer der bedeutendsten europäischen Produktionen einmal mehr ihre Ausnahmestellung als Big Air-Spezialisten, während Eva-Maria Patscheider im gleichen Film die Frauen im Freeskiing repräsentiert und beweist, dass sie sich keinesfalls vor den Jungs verstecken muss. Sven Küenle und Tobi Reindl sind zwei der Protagonisten von Legs Of Steels Nothing Else Matters. Mit ihrem zweiten Werk stellt die LOS Crew klare Ansprüche auf eine zukünftige Führungsrolle in der Filmszene und die beiden Kernmitglieder drücken dem Streifen naturgemäß ihren Stempel auf.

Zum Schluss sei ausdrücklich noch auf einen Film aus Down Under hingewiesen, der auch die breitere Öffentlichkeit für Freeskiing begeistern wird. Tim Pierce, der Macher der enorm beliebten Winter Of Wells Webisoden, hat eine Dokumentation ihn Feature-Länge herausgebracht, die das Leben der gesamten Wells Familie nachzeichnet. Der Film folgt dem Aufstieg der Brüder Jossi und Byron zu Weltklasse-Freestylern und beleuchtet auch deren jüngere Brüder Beau-James und Jackson, die ebenfalls schon in den Startlöchern einer internationalen Karriere stehen. Doch anders als die übrigen hier angeführten Filme stellt Winter Of Wells – The Documentary nicht so sehr Skiaufnahmen in den Vordergrund, sondern zeigt das Leben der Familie Wells in allen Facetten und beleuchtet Höhen und Tiefen eines besonderen Lebensstils mit bewegenden Interviews und atmosphärisch dichten Lifestyle-Aufnahmen. Die Ski-Action kommt trotzdem nicht zu kurz, denn die vier Jungs zeigen ihr außergewöhnliches Talent mehr als einmal auch im Schnee. Wie ihr seht, gibt es auch diesen Herbst wieder viel Freeskiing als Vorbereitung auf den kommenden Winter auf dem Großbildschirm zu sehen. Also, worauf wartet ihr noch?