• ATOMIC Jossi Wells X-Games
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FreeSki 31.01.2012

JOSSI WELLS GEWINNT BRONZE BEIM X-GAMES BIG AIR!

Der ATOMIC-Fahrer Jossi Wells ist rundum zufrieden. Mit seiner Weltklasseleistung auf internationalem Niveau gewann der Superstar aus Neuseeland bei den X-Games im amerikanischen Skiort Aspen in Colorado die Bronzemedaille im Big Air.

Das ATOMIC-Teammitglied hatte zuvor schon eine anstrengende Woche hinter sich gebracht. Wells war während der laufenden X-Games schon im Slopestyle als auch in der Superpipe angetreten. Nachdem er in den beiden Disziplinen nicht das erreicht hatte, was er sich vorgestellt hatte, musste sich der junge Mann aus der kleinen neuseeländischen Stadt Wanaka körperlich als auch mental erneut sammeln, um beim weltberühmten X-Games Big Air anzutreten. Die großen Zuschauermengen, die das Ereignis vor Ort und in der Live-Übertragung am Fernsehbildschirm mitverfolgten, waren für Jossi die perfekte Kulisse, um allen zu zeigen, was er kann!

EINE FRAGE DES STILS

Der Big Air-Sprung bei den X-Games bestand in einem 24 Meter langen Sprung über die Step-over-Schanze. Der kritische Punkt lag etwa 100 Meter hinter dem Absprung. Der Wettkampf ist eine der wenigen Veranstaltungen der AFP mit Platinstatus und gilt daher als eine der wichtigsten Big Air-Entscheidungen der X-Games. Schon bei Trainingsbeginn war zu beobachten, dass der älteste der Wells-Brüder top in Form war. Als es dann soweit war, kämpften zehn der besten Big Air-Freerider in zwei Gruppen um den Einzug ins Finale. Jossi konzentrierte sich bei seiner Darbietung auf die Stilwertung und zeigte flüssige Spins, sichere Grabs und hohe, lang gezogene Sprünge. Damit holte er sich in seiner Gruppe den zweiten Platz. Die fünf Besten kamen weiter und kämpften dann bei einer 15-minütigen Jam Session gegeneinander, bei der nur die beiden besten Sprünge in die Abschlusswertung eingingen.

KOMPLETTE MEDAILLENSAMMLUNG

Beim Big Air-Finale sorgten die strahlenden Flutlichter und die begeistert jubelnde Menge für eine packende, prickelnde Atmosphäre. Jossi sprang für seinen ersten Anlauf um und fuhr mit über 60 km/h ganz lässig an. Mit einem super-stylishen Switch Double Cork 1080° Method Grab sahnte Jossi 39,00 Punkte ab, die höchste Wertung des Abends für einen 1080°-Sprung. Danach führte er einen Double Cork 1620° vor, einen Trick, den er zuvor noch nie ausprobiert hatte. Nichtsdestotrotz zeigte er eine perfekte Drehung und landete auf den Füßen – allerdings etwas zu breitbeinig, weshalb er im Anschluss stürzte. Jossi ließ sich aber nichts anmerken und rappelte sich direkt wieder auf, um zum lehrbuchmäßigen Switch Double Cork 1440° Mute Grab anzusetzen, den er genauso weit nach unten zog wie zuvor, mit dem Unterschied, dass er diesmal die Skier noch rechtzeitig auf den Boden setzte. Der lupenreine Trick brachte Jossi 44,00 Punkte ein, genauso viele Punkte wie für den bislang am höchsten bewerteten Trick der Konkurrenz an diesem Wettkampfabend. Mit einer Gesamtwertung von 83,00 Punkten lag er am Ende einen Punkt hinter dem Schweizer Kai Maller und fünf hinter dem Amerikaner Bobby Brown. Beide boten technisch sehr versierte und flüssige Tricks. Jossi war angesichts der starken Konkurrenz mehr als zufrieden mit seinem dritten Platz: „Ich bin wirklich happy. Es fühlt sich toll an, wieder auf dem Podest zu stehen“, meinte der Neuseeländer. „Als ich heute Abend an den Start ging, wollte ich einfach nur so gut springen wie möglich. Und genau das habe ich auch geschafft!“ Die Bronzemedaille fehlte Jossi noch in seiner Sammlung. Er hat damit bei den X-Games in Aspen Medaillen im Big Air, Slopestyle und beim Halfpipe gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, Jossi Wells!