23.04.2012

Mike Riddle gewinnt bei der AFP-WM in der Superpipe Gold

Krönender Saisonabschluss für den ATOMIC-Fahrer Mike Riddle, der sich in der Superpipe bei der WSI AFP-Weltmeisterschaft im kanadischen Whistler die Goldmedaille sichert.

Die AFP-Weltmeisterschaft beim World Skiing Invitational in Whistler ist das letzte große Freeskiing-Event einer langen Wettkampfsaison. Die besten Freeskier des Planeten treffen sich in der idyllischen Stadt der kanadischen Provinz British Columbia. Bei der abschließenden AFP-Platinveranstaltung können die Fahrer noch einmal wertvolle AFP-Punkte einstreichen. Mike Riddle ließ die Konkurrenz mit einem technisch sehr anspruchsvollen und makellosen Lauf hinter sich. Die Goldmedaille hat er sich damit redlich verdient.

HARTNÄCKIGKEIT UND EINSATZFREUDE
Mike Riddle konnte endlich die zurecht hoch gesteckten Erwartungen erfüllen und bei der AFP-Weltmeisterschaft den ersten Platz im Sturm erobern. Der aus der Provinz Alberta stammende Kanadier schnappte sich mit einem lupenreinen Lauf die Goldmedaille. Dabei dominierte er ein mit Elitefahrern gespicktes Feld. Als Mike den Schlussakzent gesetzt hatte, tobte die Menge. Nach dem Lauf sahen Fahrer und Zuschauer gleichermaßen Mike als designierten Sieger. Auch die Jury zog wenig später nach und vergab für die Leistung 92,6 Punkte – ganze fünf Zähler mehr als für den Zweitplatzierten. „Mike ist wieder da!“ verkündete dessen Coach Trennon Paytner, der auch die kanadische Nationalmannschaft trainiert. Paytner war überglücklich, dass die sehr lange und schwierige Saison so erfolgreich endete. Mit dem Sieg belohnte sich Mike Riddle selbst für die vortreffliche Hartnäckigkeit und Einsatzfreude, die er während der ganzen Saison zeigte. Damit setzte er das zweite große Ausrufezeichen nach seinem letztjährigen Erfolg bei der FIS-Weltmeisterschaft in der amerikanischen Stadt Park City.

ANSPRUCHSVOLLER UND MAKELLOSER LAUF
Unter den Fans, die Mike im Finale zujubelten, befanden sich auch seine Eltern, sein Bruder und seine Freundin. Vielleicht war genau das der notwendige zusätzliche Ansporn für seine beeindruckende Präsentation. Schon der ersten Finalrunde drückte er seinen Stempel auf und setzte sich damit bereits an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Dennoch entschloss sich, noch einmal einen Zahn zuzulegen, als er zum zweiten Mal in die 6,70 Meter hohe Superpipe hineinfuhr. Ausgangspunkt seiner Darbietung war ein gewaltiger Double Cork 1260 Mute Grab, gefolgt von einem Rightside 900 Tail Grab und einem Leftside 900 Japan Grab. Als Nächstes ließ er einen beeindruckenden Alley-Oop Flatspin 360 Bow and Arrow Grab folgen. Den Abschluss bildete dann ein technisch sauberer Switch 900 Mute Grab. Bei allen Tricks kam er mit den Händen richtig zum Ski und landete weit oben in der Pipe. Dank dieser makellosen Ausführung konnte er sich weit vor den anderen Mitstreitern absetzen. „Das war schon eine harte Saison“, erklärte Mike. „Umso schöner ist für mich der Abschlusserfolg. Ich freue mich darauf, nächstes Jahr gestärkt in die Saison zu starten.“ Herzlichen Glückwunsch, Mike. Den Sieg hast du dir wirklich verdient.