28.02.2014

ATOMIC FREESKI TEAM ERFOLGREICH IN SOTSCHI

Das lang ersehnte Freeski-Debüt bei den Olympischen Winterspielen war ein grandioser Erfolg für die Atomic Athleten, die in beiden neuen Disziplinen herausragende Leistungen zeigten. Gus Kenworthy gewann Silber im Slopestyle-Event der Männer, Mike Riddle holte Silber in der Halfpipe und Ayana Onuzuka gewann Bronze in der Halfpipe bei den Frauen.

Die Aufnahme von Freeski Halfpipe und Slopestyle bei den olympischen Winterspielen in Sotschi lässt sich zweifellos als historisches Ereignis in der relativ jungen Geschichte des Freeskiing bezeichnen. Für die Athleten war es nicht nur eine Möglichkeit, das eigene Land in einem derartig großen Rahmen zu repräsentieren, sondern auch die Chance, Freeskiing in seinen vielen Facetten und seiner Einzigartigkeit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die atemberaubende Action und fulminante Stimmung während der Bewerbe begeisterten sowohl die Zuschauer, wie auch die Kommentatoren, was dem Sport viele neue, internationale Fans bescherte, die den Atomic Athleten bei ihrer Runs und nach ihrem Sieg zujubelten.

MIKE RIDDLE: PRÄZISION

Viele Jahre hatte der Kanadier Mike Riddle schon davon geträumt, endlich in die olympische Halfpipe zu droppen. Als der Tag schließlich gekommen war, zeigte er in seinem Run alles, was man von einem Bilderbuch-Athleten bei Olympia erwartete: Bestimmtheit, sportliches Können und Präzision. Die Bedingungen waren jedoch alles andere als optimal. Die Pipe war uneben auf Grund des starken Schneefalls, der sich im Flachen ansammelte. Einige Athleten hatten Probleme mit dem nassen und unebenen Schnee, doch mit dem perfekten Belag und Park Rocker seiner Atomic Punx und seinem taktischen und präzisen Fahrstil meisterte Mike die schwierigen Verhältnisse mit Leichtigkeit. In seinem Run zeigte er sowohl einen Left wie einen Right Side Double Cork 1260 Mute Grab, einen Left 900 Japan Grab, einen Alley-Lop 360 Bow, einen Arrow Grab und schließlich einen massiven Switch 720. Gigantische Airs und saubere Landungen brachten Riddle 90.60 Punkte und eine wohlverdiente Olympische Silbermedaille ein. Jahrelanges Training hatte sich bezahlt gemacht und seine Freude war grenzenlos! Jossi Wells absolvierte ebenso einen sehr guten und vor allem extrem stylischen Run, versäumte nur knapp das Siegerpodest und belegte den vierten Platz. Viele Olympia-Kommentatoren der Core-Szene bezeichneten Jossi jedoch als den Athleten mit dem meisten Style bei Olympia.


GUS KENWORTHY: ALL IN

Das Slopestyle-Finale in Rosa Khutor war mit Sicherheit der spektakulärste und am härtesten umkämpfte Slopestyle-Wettbewerb in der Geschichte des Freeskiing. Die vielseitige Rail-Section und die gigantischen Kicker gaben den Athleten die Chance, ihr komplettes Trickrepertoire auszuschöpfen, aber viele von ihnen stürzten auch im anspruchsvollen Kurs. Der Amerikaner Gus Kenworthy zeigte in seinem ersten Run im Finale eine Reihe unglaublich schwieriger Tricks und scheiterte nur beim letzten Kicker bei seinem Switch Triple Rodeo 1440, der gefährlichste Trick, der an diesem Tag versucht wurde. In seinem zweiten Run ging Gus auf’s Ganze und ließ nichts unversucht. Nach einer äußert technischen Rail Section, zeigte Kenworthy einen gewaltigen Double Cork 1620 Tail beim ersten Kicker, einen Switch Double Rodeo 1080 Japan beim zweiten und landete einen perfekten Switch Triple 1440 Japan am letzten und größten Kicker. Er war der einzige, der sich überhaupt über einen Switch Triple traute und wurde dafür mit 93.60 Punkten und der olympischen Silbermedaille gebührend belohnt! Sein breites Grinsen zeigte, wie zufrieden er damit war, dass sich die vielen Jahre harter Arbeit gelohnt hatten und er diesen Moment schließlich erleben durfte. Der norwegische Andreas Håtveit verfehlte mit seinem überaus technischen und flüssigen Run um nur 0.60 Punkte den dritten Platz, war jedoch immer noch überglücklich mit seinem vierten Platz.


AYANA ONUZUKA: HOCH HINAUS

Die Japanerin Ayana Onuzuka ist relativ neu in der Halfpipe-Szene der Damen. In der heurigen Saison erzielte sie nach und nach immer größere Erfolge und arbeitete sich schließlich bis nach Sotschi vor. Diesen Kurs behielt sie auch bei Olympia bei und fuhr die Pipe bestimmt und in gewohnter Manier mit gigantischer Höhe und perfekten Transitions, als wäre sie in der Pipe geboren worden. Nach einem stylischen Straight Air und ihrem zweiten Alley-Oop landete sie 540s in beide Richtungen, gefolgt von einem sauberen 720 und beendete ihren Run mit einem extrem großen Switch 540. Mit 83.20 erreichten Punkten holte sie sich die wohlverdiente Bronze-Medaille. Freudentränen bedeckten ihr Gesicht, als sie realisierte, wie weit sie gekommen war.

Wir wollen diese Gelegenheit dazu nutzen, allen Atomic Freeski Athleten, die Teil der Olympischen Winterspiele waren, zu gratulieren und uns bei ihnen zu bedanken. Sie alle haben den Sport bestmöglich repräsentiert und dazu beigetragen, dass der Sport einem breiteren Publikum zugänglich wurde und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Zweifellos wird Freeskiing dadurch noch mehr an Beliebtheit gewinnen und man kann mit Sicherheit sagen, dass Freeski Halfpipe und Slopestyle bei den nächsten Olympischen Winterspielen für die Zuschauer zu den spannendsten Disziplinen zählen werden.

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